Veranstaltungen

Sep
26
Sa
Workshop: Wege in die solidarische Lebensweise @ Haus des Engagements
Sep 26 um 10:00 – Sep 27 um 18:00

Globale Krisen spitzen sich zu. Doch wo sind die Antworten? Das I.L.A.-Kollektiv hat sich auf die Suche nach Lebens- und Wirtschaftsweisen begeben, die nicht auf Kosten anderer und der Natur gehen. Dabei wird klar: Menschen setzen sich an unzähligen Orten für ein zukunftsfähiges, sozial und ökologisch gerechtes Miteinander ein. All ihre Projekte bieten konkrete Alternativen im Hier und Jetzt. Die derzeitig vorherrschende ‘imperiale Lebensweise‘ ist die Folge politischer Entscheidungen und unseres alltäglichen Handelns. Eine andere Welt wäre also machbar.

Doch wie kann das gelingen? Diese Frage wollen wir im Workshop verhandeln. Dazu bringen wir die Kernthesen des Kollektivs in Zusammenhang mit unseren eigenen Erfahrungen aus Alltag und Aktivismus. Strategien und Schritte der Transformation stehen dabei im Mittelpunkt.

Das I.L.A.-Kollektiv ist eine Gruppe junger Wissenschaftler*innen und
Aktivist*innen, die sich in Form einer interdisziplinären
Schreibwerkstatt mit Fragen globaler Gerechtigkeit und den Konzepten
einer imperialen und einer solidarischen Lebensweise beschäftigt. Daraus
entstanden bisher zwei Bücher, „Auf Kosten anderer?“ (2017) und „Das
gute Leben für alle“ (2019). Die Referent*innen, Hannah Engelmann und
tobi* Rosswog, haben an je einem der Bücher mitgewirkt und gestalten
vielfältige Bildungsprozesse zum Thema.

Workshop-Zeiten: 26. September 2020 I 10 – 18 Uhr und 27. September 2020 I 10 – 15 Uhr
Referent*innen: Hannah Engelmann und tobi* Rosswog I I.L.A.-Kollektiv
Ort: Haus des Engagements I Rehlingstraße 9 I 79100 Freiburg
Teilnahmebeitrag: 45€ I ermäßigt 30€ I Solibeitrag 60€
Anmeldung zum Workshop: per E-Mail bis 13.09.2020 an bildung@ewf-freiburg.de
Datenschutz: Mit der Anmeldung erklärst Du Dich einverstanden, dass Deine Daten zur Veranstaltungsorganisation gespeichert werden.

Der Workshop findet statt im Rahmen des Stadtjubiläums 900 Jahre Freiburg. Er wird gefördert durch Engagement Global aus Mitteln des BMZ, den Katholischen Fonds und die Stadt Freiburg.

Sep
29
Di
Vortrag: Die einen schuften, andere verdienen – Fairer Handel am Scheideweg @ Gemeindesaal von St. Urban
Sep 29 um 19:00 – 21:00

Vortrag von Frank Herrmann

Der Faire Handel boomt und ist inzwischen in der Gesellschaft angekommen. Fair gehandelte Produkte finden sich in zunehmender Auswahl nicht nur in Weltläden, sondern inzwischen auch beim Discounter und in so gut wie allen Supermärkten.
Doch während der Handel kräftig am Geschäft mit dem guten Gewissen verdient, haben sich die Lebensbedingungen von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in den Ländern des globalen Südens meist nur geringfügig verbessert.

Sachbuchautor und Journalist Frank Herrmann geht in seinem Vortrag auf den Unterschied zwischen Fairem Handel als Marketingmasche und Fairem Handel als nachhaltiges Instrument für eine gerechtere Welt ein.
Frank Herrmann bietet einen Überblick über neue Entwicklungen im Fairen Handel und gibt faire Konsumtipps.

Um zu verdeutlichen, dass Fairer Handel nur EIN Baustein einer nachhaltigen Lebensweise ist, geht Frank Herrmann zum Schluss seiner Präsentation auch kurz auf die Themen Fairer Tourismus, Faire Textilien, Faire Elektronik und Faire Geldanlagen ein.

Veranstalter: Informationsstelle Peru, Freiburger Weltläden Herdern, Gerberau und Littenweiler & Eine Welt Forum Freiburg

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Stadtjubiläums „900 Jahre Freiburg” statt.
Sie wird gefördert durch den Katholischen Fonds, die Stiftung Umverteilen, die Stadt Freiburg sowie durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche  Zusammenarbeit und Entwicklung.

Okt
2
Fr
Vortrag: Imperiale Lebensweise @ Katholische Akademie
Okt 2 um 19:00

Vortrag und Diskussion mit Ulrich Brand über die Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus – und über solidarische Alternativen dazu.

Die sozialen und ökologischen Krisen unserer Zeit werden durch eine imperiale Lebensweise verursacht, die sich viele Menschen im globalen Norden und zunehmend auch im globalen Süden zu eigen machen. Mit diesem Befund bürsten Ulrich Brand und Markus Wissen in ihrem Buch ‘Imperiale Lebensweise‘ die Diskussion um globale Nachhaltigkeit(-sziele) und eine angeblich für alle machbare grüne kapitalistische Wirtschaft kräftig gegen den Strich.

In seinem Vortrag legt Ulrich Brand das Konzept der imperialen Lebensweise dar, geht darauf ein, wie notwendig eine umfassende ‘sozial-ökologische Transformation‘ ist und zeichnet Konturen eines solidarischen Zusammenlebens.

Ulrich Brand, aufgewachsen auf der Insel Mainau, forscht und lehrt heute an der Universität Wien, ist außerdem Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland und Mitherausgeber der ‘Blätter für deutsche und internationale Politik’.

Anmeldung: aufgrund von Platzbeschränkungen ist eine Anmeldung erforderlich bis zum 30.09.2020 an bildung@ewf-freiburg.de
Es gibt außerdem einen Live-Stream zum Vortrag.

Eine Veranstaltung des Eine Welt Forum Freiburg e.V. und der Katholischen Akademie im Rahmen des Stadtjubiläums. Der Vortrag wird gefördert vom Katholischen Fonds und der Stadt Freiburg.

Okt
14
Mi
Online-Seminar: Globaler Süden – Globaler Norden? Ein Gutes Leben für alle!
Okt 14 um 19:00 – 20:30

Ist stetiges Wachstum auf Kosten von sozialer Gerechtigkeit und zu Lasten der Umwelt die einzige Form, um die Welt zu verstehen oder gibt es eine Alternative?

Gemeinsam möchten wir uns auf die Suche begeben, was es heißt, ein „Gutes Leben“ zu haben. Wir möchten globale Zusammenhänge erkennen und einen Einblick in das Nachhaltigkeitskonzept „buen vivir“ erhalten, das eine vielversprechende Alternative aus Lateinamerika zum permanenten Wachstumsgedanken ist.

Was meinen Begriffe wie Globaler Norden, Globaler Süden, Kolonialismus oder indigene Völker? Und welche Rolle spielt der Globalen Norden dabei? Gemeinsam machen wir uns auf die Suche und stellen auch die Frage, welches Land eigentlich „Entwicklungsbedarf“ hat.

Die Veranstaltung ist an die virtuelle Ausstellung “Das Gute Leben für alle” angelehnt, die zur Vorbereitung oder im Anschluss hier besucht werden kann.

Anmeldung bis zum 11. Oktober 2020 unter: Laura Becker, l.becker@ewf-freiburg.de
Der Link zum virtuellen Raum wird nach der Anmeldung verschickt.

Die Veranstaltung wird finanziell gefördert aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), dem Katholischen Fonds und der Deutschen Postcode Lotterie.

Okt
20
Di
Braucht es ein Lieferkettengesetz? @ Kirche der Auferstehungsgemeinde
Okt 20 um 19:30 – 21:30
Podiumsdiskussion mit
Johannes Fechner, MdB der SPD
Uwe Kleinert, Werkstatt Ökonomie e.V.
Stephan Wilcken, Südwestmetall Freiburg
Der mangelhafte Brandschutz in einer KiK-Zulieferfabrik in Pakistan führt zum Tod von 258 Menschen. Vor einer Platin-Mine in Südafrika werden 34 streikende Arbeiter erschossen und BASF macht mit dem Betreiber der Mine weiterhin gute Geschäfte.
Erinnert sich noch jemand an die Schlammflutkatastrophe Ende Januar 2019 in einem brasilianischen Erzbergwerk?
Damals war ein vom TÜV Süd als sicher zertifizierter Staudamm eines riesigen Schlammabsetzbeckens gebrochen. Die meterhohen
Schlammfluten haben über 300 Mitarbeiter*innen des Bergwerkes unter sich begraben. 272 Menschen starben.
Erze aus Brasilien und anderen Teilen der Welt sind billig – eben wegen des dort praktizierten Öko- und Sozialdumpings.
50 Prozent der bei uns verwendeten Erze kommen aus Brasilien und werden beispielsweise zu Autoblechen verarbeitet. Bisher
müssen sich weder die hiesigen Stahlverarbeiter noch die Autokonzerne vor deutschen Gerichten verantworten, wenn die
Sozial- und Umweltvorschriften durch die brasilianischen Bergwerke missachtet werden.
Überall auf der Welt leiden Menschen und Natur unter den deutschen Unternehmen, die soziale und ökologische Standards
nicht einhalten, obwohl deren Beachtung bereits von den Unternehmensrichtlinien eingefordert werden.
Das muss durch das Lieferkettengesetz anders werden! Wer Rohstoffe, Waren und Zulieferungsteile aus dem Globalen Süden
bezieht, muss künftig bei seinen Lieferant*innen sicherstellen, dass Umwelt- und Sozialstandards sowie Menschenrechte
verbindlich eingehalten werden. Billigimporte auf Kosten der Ökologie und der Menschen darf es nicht mehr geben – genauso
wenig wie TÜV-Sicherheitszertifikate, die das Papier nicht wert sind, auf denen sie stehen
Veranstalter: Aktionsbündnis Lieferkettengesetz Freiburg
Anmeldung erforderlich unter: info@ewf-freiburg.de
Live-Stream zum Vortrag auf der Homepage des Eine Welt Forum Freiburg
Nov
12
Do
Lernwerkstatt: Bildung für den sozial-ökologischen Wandel
Nov 12 um 16:00

Im Globalen Lernen setzen wir uns seit vielen Jahren für eine nachhaltige und solidarische Lebensweise ein – trotzdem sind wir von diesem Ziel noch einige Schritte entfernt. Gleichzeitig wird Bildung in der sozial-ökologischen Transformation große Bedeutung zugeschrieben.

Vor diesem Hintergrund werden wir in der Lernwerkstatt unter anderem folgenden Fragen auf den Grund gehen:
• Welche Rolle spielt Bildung auf dem Weg hin zu einer gerechten und nachhaltigen Zukunft?
• Wie können wir Bildungsangebote ausarbeiten, die zu gesellschaftlichem Wandel beitragen?
• Wie können Bildungsangebote emanzipatorisch wirken und Menschen befähigen, Zukunft zu gestalten?
• Wie können wir durch Bildung eine kritische Haltung fördern und Machtstrukturen aufbrechen?

Von November 2020 bis Juli 2021 begeben wir uns in einen gemeinsamen Prozess, in dem wir eingeladen sind, uns …
… weiterzubilden,
… uns selbst und unsere Bildungsarbeit zu reflektieren
… und uns in Praxisprojekten zu erproben.

Neugierig geworden? Hier geht es zur Einladung mit allen Details.

Und hier geht es zum Anmeldeformular.

Nov
25
Mi
Online-Seminar: Menschsein als Grundlage unserer Rechte
Nov 25 um 19:00 – 21:00

Von den Menschenrechten haben fast alle schon mal irgendwo gehört. Sie werden oft als eine der wichtigsten Ideen der Menschheitsgeschichte dargestellt. Doch um die Menschenrechte verteidigen und respektieren zu können, müssen wir sie zunächst kennen (lernen).

In unserem Online-Seminar wollen wir gemeinsam den Fragen nachgehen: Was genau sind Menschenrechte? Was hat jede*r für Rechte? Wie sind diese entstanden und wie stehen sie in Verbindung mit dem Guten Leben für alle?

Die Veranstaltung ist an die virtuelle Ausstellung „Das Gute Leben für alle” angelehnt, die zur Vorbereitung oder im Anschluss hier besucht werden kann.

Anmeldung bis zum 22. November 2020 unter: Laura Becker, l.becker@ewf-freiburg.de
Der Link zum virtuellen Raum wird nach der Anmeldung verschickt.

Die Veranstaltung wird finanziell gefördert aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), dem Katholischen Fonds und der Deutschen Postcode Lotterie.