Bei einem Vortrag im Museum Natur und Mensch steht das bedrohte Kendeng-Karstgebirge in Indonesien im Fokus. Unter dem Titel „Save Kendeng – Widerstand für Wasser, Land und Leben“ sprechen Prof. Dr. Michaela Haug vom Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Universität Freiburg und Janty Jie von Watch Indonesia über den Widerstand lokaler Gemeinschaften und die Rolle des deutschen Konzerns Heidelberg Materials. Die Veranstaltung ist Teil der Sonderausstellung „Voll unfair!“. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten ist die Teilnahmezahl auf 50 Personen beschränkt. Wir bitten um Verständnis, dass wir nach Erreichen dieser Zahl leider keinen weiteren Einlass ermöglichen können.
Austausch und Diskussion mit zwei indigenen Umweltwächter*innen aus Peru
Das Amazonasgebiet steht mehr denn je im Fokus globaler Aufmerksamkeit. In den letzten Jahren waren die Trockenphasen in Amazonien so extrem, dass ganze Flüsse austrockneten und Waldbrände deutlich zunahmen. Die Ausweitung (illegaler) Goldminen in indigene Territorien, der Abbau natürlicher Ressourcen wie Gas, illegale Abholzung sowie der Anbau von Koka nehmen darüber hinaus stetig zu. Dies erhöht den Druck auf die Lebensräume indigener Gemeinschaften und die natürlichen Ökosysteme der Region.
Angesichts dieser Situation stärken indigene Gemeinschaften ihre lokale Monitoring- und Überwachungspraxis in Kooperationen mit NGOs und staatlichen Akteuren sowie durch den Einsatz neuer Technologien wie Smartphones, GPS und Drohnen. Auch Unternehmen im Rohstoffsektor werden zunehmend verpflichtet, ihre Aktivitäten transparent überwachen zu lassen – in Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften.
An diesem Abend kommen wir mit zwei ehemaligen indigenen Umweltwächter*innen aus Peru ins Gespräch, die auf jahrelange Erfahrung im gemeindebasierten Umweltmonitoring zurückblicken und ihre Perspektiven, Kenntnisse und Praxis mit uns teilen.
Marlene Piñarreal Serrano (Machiguenga) ist ehemalige Umweltwächterin im unteren Urubambatal und hat viele Jahre die Gasausbeutung in Camisea überwacht
Luis Miguel Tayori Kendero (Harakbut) ist ehemaliger Leiter des Überwachungs- und Kontrollsystems des Kommunalreservats Amarakaeri in Madre de Dios und hat u.a. Ausbildungskurse geleitet.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Spanisch mit Übersetzung statt.
Eintritt frei.
Veranstalter: Volkshochschule Freiburg, Informationsstelle Peru, Ludwig-Maximilian-Universität München, Forstwissenschaftliche Versuchsanstalt Freiburg, Eine Welt Forum Freiburg
Eine Veranstaltung im Rahmen des Jubiläums 22 Jahre EWFF
Das Eine Welt Forum und das iz3w öffnen ihre Pforten für ihr SOMMER-HOFKINO:
Unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten? Aus eigener Erfahrung in der Klimagerechtigkeitsbewegung wissen wir, dass viele Menschen, die sich für Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit einsetzen, zwar eine vage Ahnung haben, dass es vor allem die Wirtschaft ist, die unseren Planeten zerstört – dass aber gleichzeitig viel Unsicherheit besteht, wie genau das eigentlich im Detail passiert. Die Mechanismen zwischen Umwelt und Wirtschaftswachstum bleiben häufig eine Blackbox, auch weil es an zugänglichen Informationsquellen und Bildungsformaten fehlt.
The Cost of Growth wirft einen Blick hinter die Erzählung des kapitalistischen Fortschritts und zeigt die sozialen und ökologischen Kosten eines Systems, das auf Extraktion und Ausbeutung basiert.
Der Film begleitet Bewegungen in Serbien, Italien und Sápmi, die sich gegen Landraub, Rohstoffpolitik und koloniale Kontinuitäten organisieren — und gleichzeitig konkrete Alternativen aufbauen: solidarische Ökonomien, demokratische Arbeitsformen und neue Formen von Gemeinschaft.
Die Veranstaltung beginnt um 20:45 Uhr und es gibt Getränke und Snacks.
Veranstalter: EWF Freiburg, iz3w
Eine Veranstaltung im Rahmen des Jubiläums 22 Jahre EWFF
Zwischen Repression und Hoffnung 2026
Togo & Kamerun – Die Wurzeln des politischen Übels und die Rolle der Diaspora
Warum dauern autoritäre Strukturen bis heute an? Welche Folgen haben Kolonialismus, politische Repression und Ungerechtigkeit? Und wie kann die Diaspora zu Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlichem Wandel beitragen?
Podiumsdiskussion | Musik | Workshops | Austausch | Kultur
27. Juni 2026, ab 10:30 Uhr
Ort: Gertrud-Luckner-Gewerbeschule, Kirchstraße 4, 79100 Freiburg
Eine Veranstaltung von ANDA e.V. und Partnerorganisationen für Dialog, Erinnerung, Solidarität und gemeinsames Engagement.
Offenes Vernetzungstreffen mit Rhythmen des Widerstands bei fairem Kaffee für Initiativen, Bildungsreferent*innen und Interessierte, Austausch zu (de-)kolonialen und solidarischen Strukturen mit As Karuana/PAKT e.V., Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB), Eine Welt Forum Freiburg und weiteren Initiativen
In einem offenen Austauschformat lernen wir unterschiedliche Ernährungsinitiativen und Bildungskonzepte kennen und können den Raum zur Vernetzung nutzen. Kommt vorbei!
Aktualisierte Informationen werden fortlaufend hier veröffentlicht.
Panel Ernährung selbstbestimmt und gerecht gestalten
Mit Vandria Borari (As Karuana), Dr. Birgit Hoinle (Uni Hohenheim/Ernährungsrat Tübingen), Carolin Bersin (Eine Welt Forum Freiburg), weitere angefragt
Moderation: Maris Kodweiß/ Patricia Illanes-Wilhelm (DEAB)
Was hat unser tägliches Essen mit Kolonialismus, globaler Ungleichheit und Machtverhältnissen zu tun? Viele unserer Essgewohnheiten sind historisch eng mit kolonialer Expansion, Ausbeutung und globalen Handelsstrukturen verbunden. Zucker, Kakao, Kaffee, Tee, Gewürze oder Südfrüchte sind in unseren Mahlzeiten so selbstverständlich als würden sie vor unserer Haustüre wachsen. Die Nachfrage nach „Kolonialwaren“ war ein zentraler Treiber von Kolonialisierung, Versklavung und Ressourcenausbeutung. Koloniale Kontinuitäten bestehen in den globalen Ernährungssystemen fort: Strukturen der Produktions- und Handelssysteme prägen bis heute, wer produziert, wer profitiert und wer die sozialen und ökologischen Kosten trägt. Daher stellt sich die Frage: Wie können wir unser Ernährungssystem dekolonialisieren?
Das Panel „Dekolonisier deinen Teller! Ernährung selbstbestimmt und gerecht gestalten“ beschäftigt sich mit der Frage, wie Ernährung, Konsum und Esskulturen mit kolonialen Strukturen verwoben sind. Im Austausch mit Akteur*innen aus Brasilien und Freiburg aus Zivilgesellschaft, Bildung, Landwirtschaft, Wissenschaft und Aktivismus diskutieren wir alternative Konzepte für eine dekoloniale Ernährungspraxis und konkrete Handlungsansätze.
Veranstalter: Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V./ Projekt Solidarität.MACHT.Zukunft, Agrikultur e. V., Eine Welt Forum Freiburg, PAKT e.V.
Aktualisierte Informationen werden fortlaufend hier veröffentlicht.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Jubiläums 22 Jahre EWFF
Bei unserer Future Fashion Aktion wollen wir auf anschauliche und spielerische Weise (Quizpong, Mitmachangebote) informieren zu den globalen Problemen mit Fast Fashion. Junge Menschen werden im Rahmen einer Ausstellung ihre Erfahrungen aus einem europäischen Austausch vorstellen und zum Engagement für faire Mode und Upcycling einladen.
Zielgruppe: alle ab ca. 12 Jahren.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Jubiläums 22 Jahre EWFF
Die Sammlung zeigt Stickkunst aus dem Programm GULDUSI aus den Jahren 2006 bis 2025. Der Name GULDUSI leitet sich von dem lokalen Farsi-Begriff für „Stickerei“ ab und wurde 2004 von Pascale Goldenberg im Rahmen der Deutsch-Afghanischen Initiative e.V. (DAI) aus Freiburg in der Dorfansammlung Laghmani, etwa 60 km nördlich von Kabul, ins Leben gerufen.
Afghanische Autorinnen im deutschen Exil reflektieren diese singulären kleinen Kunstwerke poetisch oder verbinden die Bilder mit eigenem Erleben.
Die 6. Entwicklungspolitische Regionalkonferenz findet am 20. November 2026 in Freiburg im Bürgerhaus Zähringen statt.
Die Entwicklungspolitische Regionalkonferenz findet jedes Jahr in einer anderen Kommune oder Stadt statt. Auf der Konferenz können Bürger*innen die baden-württembergische Entwicklungspolitik mitgestalten: Hier kommen alle in den Austausch mit Städten, Kommunen, Landesregierung, Politik und Verwaltung zum Thema Entwicklungspolitik mit den Handlungsfeldern Globale Solidarität und Globale Verantwortung.
Aktualisierte Informationen werden fortlaufend hier veröffentlicht.