Die Aktionstage “16 Tage – Stopp Gewalt gegen Frauen” rücken das Thema Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* in den Fokus. Dieses Jahr erinnern sie auch an die vor 20 Jahren von den Vereinten Nationen verabschiedete UN-Resolution 1325 “Frauen, Frieden und Sicherheit”. Schutz vor Gewalt ist eine Kernforderung der Resolution. Doch wer Geschlechterungerechtigkeit langfristig bekämpfen will, darf Frauen nicht auf die Rolle schutzbedürftiger Opfer reduzieren. Frauen müssen selbst entscheiden können, was sie brauchen und wie sie leben möchten.
Die aktuelle Krise durch die Corona-Epidemie zeigt die weltweiten gesellschaftlichen, ökologischen, kulturellen und politischen Missstände auf und verschärft diese. Auch die Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* nimmt, gerade im häuslichen Bereich, wieder zu. Trotz der Tatsache, dass häusliche Gewalt schon vor der Krise immer noch die häugste Form von Gewalt gegen Frauen* war. Die Krise verdeutlicht zudem, wie sich sowohl das Wiedererstarken rückwärtsgewandter Rollenbilder und die Festigung patriarchaler Strukturen negativ und unterdrückend auf das Leben von Frauen* auswirken, als auch die Unterdrückung von Selbstbestimmung und eigenständigen Lebensweisen, die Verweigerung von Bildungschancen, die Zunahme sexistischen, rassistischen und rechten Gedankenguts, die Zunahme sexualisierter Gewalt, gerade auch im Zusammenhang mit Kriegen, Krisen und Flucht.
Die Aktionstage greifen diese Zusammenhänge und deren Verschärfung durch die Corona-Krise auf. Sie zeigen, in welch erschreckender Weise und wie aktuell und allgegenwärtig Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* ist, gerade im Nahbereich und ganz unabhängig von Kultur, Nationalität und Schicht.
Die Aktionstage beginnen am 25. November, dem “Internationalen
Tag gegen Gewalt an Frauen” und enden am 10. Dezember, dem “Inter nationalen Tag der Menschenrechte”.
Die Freiburger Aktionstage gehen dieses Jahr bis zum 12. Dezember und werden von einem breiten Bündnis aus Frauen- und Menschenrechtsorganisationen getragen.
Im Rahmen der diesjährigen Aktionstage können Sie wieder verschiedene Veranstaltungen und Aktionen besuchen, die ihrerseits unter der aktuellen Krise durch Corona stehen und deshalb vorwiegend als Online-Veranstaltungen durchgeführt werden.
Ausführliche Informationen finden Sie unter www.16days-freiburg.de.
Die einzelnen Veranstaltungen werden von den verschiedenen Vereinen
eigenständig durchgeführt und durch unterschiedliche Geldgeber*innen
unterstützt. Das Gesamtprogramm der diesjährigen Aktionstage wird
gefördert von der Stelle zur Gleichberechtigung der Frau der Stadt Freiburg.