Bildungsarbeit, Antisemitismus und Rassismus – ein Gespräch

Fr, 30.10.2026, 19 Uhr, SUSI-Bewohner*innentreff, Vaubanallee 2, Freiburg

Einlass: 18:30 Uhr

 

Bildungsarbeit, Antisemitismus und Rassismus – ein Gespräch

Was können wir gegen Antisemitismus und Rassismus tun? Obwohl es so naheliegend wäre, Antisemitismus und Rassismus gemeinsam zu bekämpfen, tun sich in der Praxis oft Probleme auf: Beide Diskriminierungsformen werden gegeneinander ausgespielt, es gibt Zuschreibungen und Projektionen, Positionierungsdruck und viele Emotionen. Der Ruf nach einer Bildungsarbeit, die beide Perspektiven vereinen kann, ist laut. Spätestens seit dem 7. Oktober 2023 treten die betreffenden Konfliktlinien so deutlich zu Tage, dass viele Bildungsarbeiter*innen sich überfordert fühlen. Wie wir damit umgehen können, welche gesellschaftlichen Themen mitspielen im Diskurs, und wie Bildungsarbeit aussehen kann, in der Antisemitismus und Rassismus gleichermaßen bearbeitet werden, davon berichten Furkan Yüksel und Bijan Razavi – und laden ihr Publikum zum Gespräch ein.

 

Bijan Razavi hat Politikwissenschaften und Geschichte in Gießen studiert und in der Vergangenheit für die Kurdische Gemeinde Deutschland und die Bildungsstätte Anne Frank gearbeitet. Seit über 10 Jahren arbeitet er als politischer Bildner zu den Themen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und Iran.

 

Furkan Yüksel hat Geschichte und Philosophie in Tübingen studiert. Er arbeitet in der historisch-politischen Bildungsarbeit zu den Themen Antisemitismus, (antimuslimischen) Rassismus, Rechtsextremismus und Erinnerungskulturen. Er arbeitet als Bildungsreferent an der Bildungsstätte Anne Frank zum Themenkomplex »Rassismus und Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft«. Seit 2025 hat er einen Lehrauftrag an der EH Ludwigsburg

 

Moderation: Kathi King hat Anglistik, Germanistik und Wissenschaftliche Politik an der Uni Freiburg studiert, promoviert in Nordamerikastudien und arbeitet im iz3w in der Redaktion und der Koordinations- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Freiburg.

Veranstaltende: iz3w, Heinrich-Böll-Stiftung

 

Eine Veranstaltung des iz3w In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und Partnerschaft für Demokratie Freiburg im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben 2026

 

Eintritt frei

https://aktionswochen.fr/

Ausschlussklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

Außerdem bitten wir die Besucher*innen der Veranstaltung, vom Mitbringen von National- und Parteiflaggen abzusehen.

  

Die Erinnerung der Schmetterlinge

Ausgangspunkt von Tatiana Fuentes Sadowskis Film-Recherchereise in die Vergangenheit ist eine alte Fotografie, auf der zwei indigene Männer zu sehen sind. Um 1900 brachte man sie nach London, um sie zu „zivilisieren“: Omarino und Aredomi – bis auf ihre Namen ist kaum etwas über sie bekannt. Sadowski folgt ihrer Spur und dekonstruiert die Geschichte des kolonialen Kautschuk-Handels in Lateinamerika im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. In handentwickelten Super-8-Schwarzweißaufnahmen, die sich chamäleonartig in die Montage mit Archivmaterial und historischen Fotos fügen, entwirft der Film eine Gegenerzählung zum kolonialen Narrativ, in der auch Sadowski selbst ihre Position als Filmemacherin hinterfragt. Sie begnügt sich nicht mit dem Archiv, sondern geht weiter, zeigt das Foto den Indigenen im heutigen Peru, Omarinos und Aredomis Nachfahren, und filmt den indigenen Aktivismus heute. „La Memoria de las Mariposas“ holt verlorene und übersehene Geschichten ans Licht – die Geschichten einer Generation, deren Leben durch den Kautschuk-Boom zerstört wurde, und gibt den Geistern der Vergangenheit jenseits des offiziellen Erinnerns ihren Raum.

Peru – Portugal 2025 | OmeU | 77 min
Regie: Tatiana Fuentes Sadowski

Filmgespräch mit der Produzentin Isabel Madueño und einem indigenen Vertreter (online zugeschaltet)

Filmgespräch auf Spanisch mit Übersetzung ins Deutsche

Hier gehts zu mehr Infos

  

Politisch engagiert und gemeinnützig – Was dürfen Vereine?

Input und Austausch mit Stephanie Handtmann von der Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“

Zivilgesellschaftliche Vereine, Initiativen und Gruppen geraten zunehmend unter Druck: Fördermittel werden gekürzt und die Unsicherheit über die Grenzen politischen und gesellschaftspolitischen Engagements wächst. Viele fragen sich, wie politisch sie sich als Verein äußern oder betätigen dürfen, ohne ihre Gemeinnützigkeit zu gefährden. Gleichzeitig greifen rechtsextreme Akteure engagierte Organisationen und ihre Arbeit zunehmend an.

Wir wollen gemeinsam diskutieren: Wie können Freiburger Vereine, Initiativen und zivilgesellschaftliche Akteure mit diesen Entwicklungen umgehen? Und wie lässt sich zivilgesellschaftliches Engagement auch unter schwieriger werdenden Bedingungen schützen und stärken?

Hier gehts zu mehr Infos:

Anmeldung: Für die bessere Planbarkeit freuen wir uns über eine Anmeldung per E-Mail an office@amica-ev.org. Eine Teilnahme ist auch ohne Anmeldung möglich.

Die Veranstaltung wird von der Freiburger Bürgerstiftung gefördert.

  

Klimalandschaften weltweit

Welche Wechsewirkungen bestehen zwischen Landschaft und klima, wie funktioniert natürlicher Klimaschutz und was hat der Regenwald mit unserem Klima zu tun??

Im Workshop gehen wir diesen Fragen auf den Grund und suchen Lösungen, die wir hier gemeinsam und auch individuell umsetzen können – für eine enkeltaugliche Zukunft.

Kooperationspartner: Evangelische Erwachsenenbildung Freiburg

Anmeldung und weitere Informationen: https://erwachsenenbildung-freiburg.de

  

Empathy InMotion – Ein Projekt von La Fuchsia Kollektiva e.V.

Kennst du das Gefühl, dass wir immer mehr wissen – aber immer weniger füreinander da sind?

Jeden Tag sehen wir Bilder von Kriegen, Gewalt, Ungerechtigkeit und Krisen. Wir scrollen weiter. Nicht, weil es uns egal ist, sondern weil wir oft nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen.

Wie können wir Empathie wieder lernen?

Mit #EmpathyInMotion schaffen wir künstlerische Räume, in denen Menschen unterschiedlicher Generationen durch Fotografie, Video, Performance und partizipative Methoden miteinander ins Gespräch kommen. Gemeinsam erforschen wir, wie aus Zuhören, Verständnis, Verständnis Verantwortung und aus Verantwortung Handeln entstehen kann.

Termine

Freitag 6.11.26 17:00 – 20:00 Uhr

Samstag  07.11.26 9:00 – 13:00 / 14:00 – 18:00 Uhr

Sonntag 08.11.26 10:00 – 15:00 Uhr

Freitag 04.12.26 17:30 – 20:30 Uhr

Samstag 05.12.26 10:00 – 14:00 / 15:00 – 19:00 Uhr

Sonntag 06.12.26 10:00 – 15:00 Uhr

  

Workshop Nachhaltige Ernährung

Workshop Nachhaltige Ernährung für Familien im Rahmen der Ausstellung Voll unfair! des Museums für Mensch und Natur Freiburg

Ackerböden sind unsere Lebensgrundlage. Doch die Menschen weltweit verbrauchen unterschiedlich viel davon: Manche bauen Pflanzen an, um daraus Treibstoff zu gewinnen oder Tiere zu füttern, während andere nicht genügend Nahrungsmittel zum Essen haben. Ist das fair?

Das Museum Natur und Mensch und der Weltacker Freiburg e. V. laden Familien mit Kindern ab 6 Jahren ein, sich auf dem Weltacker mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Dabei bereiten die Teilnehmenden gemeinsam leckere, faire Speisen zu.

Die Veranstaltung ist Teil der Ausstellung “Voll unfair!”.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden sind willkommen. Kinder können nur in Begleitung einer erwachsenen Person teilnehmen.
Treffpunkt ist die Bushaltestelle “Mundenhof Wirtsgebäude”

Link zur Anmeldung:
https://www.museen-freiburg.de/shop/veranstaltungen/mnm-voll-unfair-exkursion

  

Schulung „Wer ernährt die Welt?“

Wie entsteht unser Essen – und welche Menschen stehen eigentlich dahinter? Der Workshop „Wer ernährt die Welt?“ macht das Thema globale Landwirtschaft in einem Planspiel auf spannende und praxisnahe Weise erlebbar: Die Teilnehmenden schlüpfen in die Rolle von Landwirt:innen, bepflanzen ihren eigenen Acker und stellen sich mit ihrem Hof den globalen Herausforderungen in der Landwirtschaft. So entsteht Raum für einen Perspektivwechsel.

Durch das gemeinsame Erleben und Reflektieren der Inhalte entsteht ein nachhaltiges Verständnis für globale Ernährungssysteme und die Menschen, die unsere Lebensmittel produzieren.
In der begleitenden Schulung lernen Bildungsakteur*innen das Planspiel kennen und erhalten einen detaillierten Einblick in das umfassende Material. Die Schulung befähigt die Teilnehmenden, den Workshop in ihre eigene Bildungsarbeit integrieren zu können.

Wir bitten um Anmeldung unter info@weltacker-freiburg.de

Link: https://www.weltacker-freiburg.de/multiplikator-innen-schulung-%E2%80%9Ewer-ern%C3%A4hrt-die-welt-%E2%80%9C

  

Fairer Handel im Dialog: Kaffeeproduzierende aus Nicaragua zu Gast in Freiburg

Fairer Handel im Dialog: Kaffeeproduzierende aus Nicaragua zu Gast in Freiburg

Fairtrade-Town Freiburg empfängt anlässlich der Fairen Woche 2026 und 25 Jahre Freiburger Stadtkaffee FREINICA Gäste aus Partnergenossenschaften von WeltPartner.

Vortrag mit anschließendem Gespräch und Austausch mit María Elizabeth Rodríguez Díaz von der Kooperative COSATIN und Rigoberto Pineda Rios von der Kaffeegenossenschaft SOPPEXCCA

Montag, 21. September 2026
17 Uhr • Weingut Dilger
Urachstraße 3, 79102 Freiburg

Eine Veranstaltung des Freiburger Stadtkaffee-Projekts FREINICA, der Freiburger Weltläden Herdern, Geberau und Littenweiler, des Städtepartnerschaftsvereins Freiburg – Wiwilí, dem Referat Fair Trade-Diözese der Erzdiözese Freiburg, der Steuerungsgruppe Fairer Handel und der Stadt Freiburg in Kooperation mit der Fairhandelsgenossenschaft WeltPartner eG

Eintritt frei, Spenden willkommen. Weitere Infos auf dem Flyer unter folgendem Link:

Flyer_fin_Faire Woche 2026_Freinica-Jubiläum_Besuch aus Nicaragua

  

Schokoladenwerkstatt – eine Reise durch die Welt des Kakaos

Kakaobohnen dienten ursprünglich zur Zubereitung eines rituellen Trunks, wurden unter der kolonialen Besetzung aber zur begehrten Handelsware und Sinn-bild für Plantagenwirtschaft. Bis heute haben sich problematische Anbau- und Handelsbedingungen erhalten. In diesem Workshop stellen wir selbst Schokolade her und lernen dabei die globale Wertschöpfungskette
von Schokolade und ihre Akteur*innen kennen.

Sonntag, 06. December 2026 | ab 13:00 bis 16:00
Ort: 
Waldhaus Freiburg

Teilnahmegebühr:
Erwachsene 12 Euro
Kinder ab 12 Jahren in Begleitung Erwachsener 5 Euro
Familien 28 Euro (jeweils inkl. Material)

Anmeldeschluss: 25.11.2026
Mehr Infos hier

In Kooperation mit dem Eine Welt Forum Freiburg und Waldhaus Freiburg

  

Afterwork: Kakaozeremonie

Das Museum Natur und Mensch und das Eine Welt Forum Freiburg (EWFF) laden Interessierte ab 16 Jahren zu einer Kakaozeremonie ein. Die Teilnehmenden erhalten einen sensiblen und reflektierten Zugang zu den spirituellen und politischen Dimensionen von Kakao. Im Mittelpunkt stehen Praktiken und Symbole rund um die Frucht sowie seine Bedeutung als heiliges Element für Gemeinschaften in Mesoamerika und Südamerika. Neben der Auseinandersetzung mit den Ursprüngen des Kakaos wird auch kritisch beleuchtet, wie seine Nutzung im heutigen globalen Kontext mit extraktivistischen und kolonialen Narrativen verknüpft ist. Die Zeremonie wird angeleitet von Luisa Hernandez, Künstlerin und Kennerin indigener Kulturen aus Oaxaca, Mexiko.

Mittwoch, 14. Oktober 2026 | ab 19:00 bis 21:00
Ort:
Museum Natur und Mensch Freiburg
Das Veranstaltungsticket kostet 5 Euro, es ist im Online-Shop und an der Museumskasse erhältlich.

In Kooperation mit dem Eine Welt Forum Freiburg und Museum Natur und Mensch Freiburg