Was bedeutet Ernährungssouveränität aus einer global-lokalen Perspektive?
Viele Menschen gehen davon aus, dass genügend Nahrungsmittelproduktion zu Ernährungssicherheit für eine stetig wachsende Weltbevölkerung führt. In Wahrheit sind die Nahrungsmittel auf der Erde jedoch sehr ungleich verteilt. Gemeinsam schauen wir uns die globalen und wirtschaftlichen Zusammenhänge an. Wir überlegen, was sich ändern muss, damit ein Gutes Leben für alle möglich ist.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Ernährungssouveränität. Diese stellt ein alternatives Konzept zur Ernährungssicherheit dar, bei der demokratische Mitbestimmung auf allen Ebenen der Nahrungsmittelherstellung in den Mittelpunkt gestellt wird.
Die Veranstaltung ist an die virtuelle Ausstellung “Das Gute Leben für alle” des Eine Welt Forum Freiburg angelehnt, die zur Vorbereitung oder im Anschluss hier besucht werden kann.
Anmeldung unter: l.becker@ewf-freiburg.de
Eine Veranstaltung im Rahmen der Agrikulturwochen und des Stadtjubiläums 900 Jahre Freiburg.
Online Veranstaktung: Atomenergie, Militär und Subventionen
In Hinkley Point an der Südwestküste Englands wurde mit dem Neubau eines AKW begonnen, das nach offiziellen Angaben 31 Milliarden Euro kosten soll. Dies ist fünf Mal mehr als noch vor wenigen Jahren für ein AKW gleicher Leistung veranschlagt wurde. Zugleich garantiert die britische Regierung vertraglich für 35 Jahre im Voraus einen Mindestabnahmepreis von 117 Euro pro Megawattstunde Strom – zehnmal mehr als heute üblich.
Vor mehr als 14 Jahren, im August 2006, fiel der Startschuß für das französische AKW-Projekt Flamanville. Es sollte ab dem Jahr 2012 Strom liefern. Statt dessen verschlingt die Baustelle Jahr für Jahr Unsummen an Steuergeldern. Mit mehr als 12 Milliarden Euro ist dies schon heute mehr als vier Mal so viel wie ursprünglich veranschlagt.
Die indische Regierung hat jüngst beschlossen, in Jaitapur ein neues AKW zu errichten – direkt über einem ausgewiesenen Erdbebengebiet. Auftragnehmer ist der mit 42 Milliarden Euro verschuldete französischen Strom-Konzern und AKW-Betreiber EdF.
Welche Interessen stecken hinter diesen offensichtlich äußerst kostspieligen und riskanten Projekten? Um diese Frage zu beantworten, helfen Verschwörungstheorien nicht weiter. Die Antwort findet sich in öffentlich zugänglichen Quellen. Dr. Eva Stegen deckt diese Fakten in ihrem Vortrag auf. Zum Schluß bleibt nur die Frage: Warum ist hierüber in unseren Medien kaum etwas zu erfahren?
Donnerstag, 17. Juni 2021 – 19 Uhr
Anmeldung unter: info@antiatomfreiburg.de
Veranstalter: Anti-Atom-Gruppe Freiburg & Friedensforum Lahr

Unsere Stadt und die Region sind innovativ und digital. Das möchten wir sichtbar machen und die Menschen zusammenbringen. Hier soll Platz sein für ganz unterschiedliche Themen und Dimensionen von Digitalisierung: Wie wird die digitale Transformation gelebt und erlebt? Welche innovativen Organisationen, Unternehmen und Vereine gibt es? Wie findet Digitalisierung Platz in Gesellschaft, Arbeitswelt, Schule, Ausbildung und Studium? Wo liegen Chancen, wo Risiken?
#digitaltagfreiburg
Der erste Digitaltag Freiburg steht allen offen: Privatpersonen, Vereine und Initiativen, Unternehmen und öffentliche Akteure können mit eigenen Formaten einen Beitrag zum Digitaltag Freiburg am 18. Juni 2021 gestalten.
Gestaltet mit
Ihr interessiert euch für Digitalthemen, wollt wissen, was digital in Freiburg los ist, wollt mitdiskutieren, euch Infos und Anregungen holen? Dann schaut in das stetig wachsende Programm des Digitaltags und meldet euch für Beiträge an, die ihr spannend findet.
Programm anschauen
Interaktiver Online-Workshop mit Dr. Viola Muster
Das private Konsumverhalten der Bevölkerung und eine Änderung dieses Verhaltens sind mitentscheidend für eine nachhaltige Transformation. Zentraler Bestandteil sind aber auch strukturelle Veränderung, Implementierung von nachhaltigen Ansätzen und die Frage nach den „Bigpoints“. Was es damit auf sich hat, wie nachhaltiger Konsum aussehen kann und was dies für Auswirkungen auf soziale Aspekte hat, diskutieren wir gemeinsam im Praxisworkshop.
Als Referentin wird uns Dr. Viola Muster (ConPolicy GmbH) die wissenschaftliche Perspektive auf Nachhaltigen Konsum veranschaulichen.
Dorothee Lang (RENN.süd) und Jonas Bauschert (Eine Welt Forum Freiburg) werden dies mit praktischen Ansätzen und globalen Aspekten ergänzen.
Für wen: Der Workshop richtet sich an Engagierte und Initiativen aus dem Nachhaltigkeits-
und Eine Welt Bereich
Wann: Donnerstag 17. Juni 2021, 17 Uhr bis ca. 19 Uhr
Wo: virtuell – Link wird nach Anmeldung zugesendet
Wieviel: kostenfrei
Zur Anmeldung bis spätestens 14. Juni 2021 geht es hier.
Kontakt: Dorothee Lang | RENN.süd | Dorothee.Lang@lubw.bwl.de
Jonas Bauschert | Eine Welt Regionalpromotor | j.bauschert@ewf-freiburg.de
Der Workshop wird durchgeführt im Rahmen der Reihe Praxisworkshops des Eine Welt PromotorInnen-Programms von Eine Welt Forum e.V. in Kooperation mit dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg DEAB und der Regionalen Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien Süd
Online-Vortrag
Referentin: Dagmar Ihlau, Nahost Referentin (AMICA e.V.)
Veranstalter: Amt für Migration, Integration und Recht des Landratsamtes Rastatt, unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden Württemberg
Anmeldung: Carmen Langenbacher, 07222 381 4336, c.langenbacher@landkreis-rastatt.de
Eintritt frei
Wenn von Menschen auf der Flucht gesprochen wird, werden meistens Bilder von jungen Männern assoziiert, kletternd auf den Stacheldraht von Ceuta oder fahrend auf einem Schlauchboot nach Lampedusa. Wenn Frauen erwähnt werden, dann oft als „Begleiterinnen“, oder im Rahmen einer “Familienzusammenführung“.
Frauen sind aber nicht (und waren nie) von der großen Migrationsgeschichte abwesend. Laut Zahlen der UNHCR sind 50% der Menschen auf der Flucht Frauen und Mädchen. Die „Beweggründe“, ihre Heimat zu verlassen, sind vielfältig und mit dem Krisen und Kriegskontext in ihrem Herkunftsland verschränkt. Frauen haben aber auch spezifische Gründe, basierend auf geschlechtsbezogenen Bedingungen, vor denen sie fliehen: sexualisierte Gewalt, häusliche Gewalt, Ausbeutung, Zwangsheiraten, Marginalisierung und Diskriminierung gehören dazu. Geschlechtsspezifische Verfolgung ist zum einen also eine Fluchtursache. Doch Frauen erfahren aufgrund ihres Geschlechts auch Gefahren auf der Flucht.
Über die geschlechtsspezifischen Fluchtursachen und -bedingungen wird Dagmar Ihlau, AMICA-Referentin für den Nahost, am Beispiel Libanon berichten. Nach dem Vortrag wird es noch Möglichkeit zu einer gemeinsamen Diskussion geben. Die Veranstaltung richtet sich an bürgerschaftlich Engagierte, Hauptamtliche in der Integrationsarbeit sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Die Veranstaltung findet digital als Live Vortrag statt. Anmeldung per E Mail an o. g. Adresse. Die Zugangsdaten erhalten Sie einige Tage vor der Veranstaltung.

Koloniale Kontinuitäten in glokalen Handelsstrukturen
Anmeldung hier. Bitte checken Sie die tagesaktuellen Infos auf der DWP Homepage.
Der Workshop gibt einen Einblick in globale Lieferketten und beleuchtet diese unter dem Aspekt kolonialer Kontinuitäten. Darüber hinaus wird ein Bezug zwischen globalen und lokalen Handelsstrukturen hergestellt und der Frage nachgegangen, in welcher Form sich diese gegenseitig bedingen. Am Beispiel von Ernährung wird untersucht, wie lokaler Handel gestärkt werden kann und dennoch ein globaler und fairer Handel etabliert wird. Dabei soll sowohl der Faire Handel im Allgemeinen als auch die Ausgestaltung des aktuell im Kabinett verhandelten Lieferkettengesetz eine zentrale Rolle spielen.
Referentin: Sylvia Ciro Holzhäuer-Ruprecht aus Kenia ist Soziologin, EINE WELT-Regionalpromotorin, Bildungsreferentin. Sie berät NGOs zu Entwicklungspolitik und Partizipation und begleitet inklusive, nichtdiskriminierende Prozesse. Schwerpunkte sind u.a. Dekonstruktion von und Reflektion über koloniale Kontinuitäten sowie Capacity building und Empowerment für Menschen mit Migrationsbiographien.
Workshop im Rahmen von Dear White People…” Let’s Break the Silence!, ein Festival, das marginalisierte Themen wie die Verschränkung von Kolonialismus und Rassismus, den Zusammenhang zwischen ökologischer Krise und Ausbeutung des Globalen Südens sowie die systemische Struktur von (Mehrfach-) Diskriminierungen in unserer Gesellschaft in Workshops, Podiumsdiskussionen, Performances, Vorträgen, Filmen, Ausstellungen oder Podcasts behandelt.
Fast alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Präsenzveranstaltungen können nur mit gültiger Reservierung besucht werden. Reservierungen können bis 45 Minuten vor Veranstaltung getätigt werden. Wir öffnen das Reservierungssystem voraussichtlich am 19. Mai 2021 nach der Minister*innenkonferenz.
Aufgrund von Covid-19 bitte tagesaktuell Infos zu den Veranstaltungen beachten:
-> Kann die Veranstaltung wie geplant in Präsenz stattfinden?
-> Wird die Veranstaltung an einem anderen Ort open-air angeboten?
-> Oder kann die Vranstaltung nur online angeboten wetden – falls ja, handelt es sich um einen Livestream über #inFreiburgzuHause oder ein zoom Angebot? Und wie komme ich an den zoom Link?
Weitere Informationen auf der Seite von Zusammenleben e.V.
Von Schädelrassen und Rassetypen
Freiburg und die deutsche Rassenkunde
Vortrag von Christoph Seidler
Die Hochzeit der so genannten Rassenkunde war das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert. Mit dem Begriff der “Rasse” wurden Menschen klassifiziert und Gesellschaft erklärt. Heute gilt das als unwissenschaftlich. Im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts war die Rassenkunde breit akzeptiert. Im nationalsozialistischen Deutschland legitimierte sie die angebliche Höherwertigkeit der “nordischen Rasse”. Prominente Rassenforscher sind mit der Freiburger Universität verbunden. Was forschten sie? Mit welchen Folgen? Welche Streits in der Rassenforschung gab es? Und: War die Freiburger Rassenforschung “Spitze” oder Mittelmaß?
Christoph Seidler ist Historiker und forscht zur Geschichte von Völkerkunde und Anthropologie.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des iz3w:

War da was? Freiburger Geschichte ungeschönt Veranstaltungsreihe im Rahmen des Stadtjubiläums 2020/21 Mo 19. April – Do 24. Juni 2021
Freiburger Geschichte ungeschönt
Fast genau ein Jahr später gehen wir pandemiebedingt in die Neuauflage unserer Veranstaltungsreihe „Freiburger Geschichte ungeschönt“. Dieses Mal leider zumeist digital und somit zwangsläufig auf physischer Distanz, aber hoffentlich nicht weniger intensiv in Sachen Diskussionsfreude und Publikumsbeteiligung. Wenn Jubiläen gefeiert werden, werden oft die Schattenseiten der eigenen Geschichte ignoriert. Unter dem Motto „War da was?“ erinnern wir an verdrängte Kapitel der Freiburger Geschichte wie Rassismus, Kolonialismus, Migration, NS-Zeit sowie jüdisches Leben. Die Veranstaltungsreihe besteht aus Online-Vorträgen, einem Stadtrundgang und Interventionen im öffentlichen Raum.
Auftakt und Schlusspunkt setzen die iz3w-Redakteur*innen Larissa Schober und Winfried Rust, die die Besonderheiten der Freiburger Erinnerungskultur sowie den Umgang mit Denkmälern in der Stadt untersuchen. Außerdem blickt Christoph Seidler auf die Wege und Irrwege der deutschen Rassenkunde in Freiburg und Heinrich Schwendemann betrachtet das jüdische Leben in Freiburg. Ein Stadtrundgang führt durch die Innenstadt und widmet sich der lokalen Migrationsgeschichte.