Nyéléni-Kongress für Ernährungssouveränität

Das vollständige Programm und weitere Informationen finden Sie hier.

Wir setzen uns ein für eine selbstbestimmte, agrarökologische und sozial gerechte Landwirtschaft und gutes Essen für alle!

Wir sind Teil der weltweiten Bewegung für Ernährungssouveränität. Was wir essen und wie es erzeugt und verteilt wird wollen wir von Erzeuger*innen bis Verbraucher*innen gemeinsam und solidarisch gestalten. Wir wollen das Lebensmittel- und Agrarsystem demokratisieren und lebendigen Widerstand gegen die darin bestehenden Ungerechtigkeiten leisten, die von Konzernmacht und unfairen politischen Rahmenbeding-ungen geprägt sind.

Nyéléni bildet eine Plattform für Synergien und die gemeinsame Sichtbarkeit als Ernährungssouveränitäts-Bewegung. Nach Foren auf internationaler und europäischer Ebene gibt es nun einen internationalen deutschsprachigen Kongress.

Eingeladen sind alle Bäuer*innen, Gärtner*innen, Imker*innen, Verbraucher*innen, Solawistas, Food-Saver*innen, Verarbeiter*innen, Gastronom*innen, Engagierte und Aktivist*innen, NGOler*innen,
Wissenschaftler*innen, junge und alte deutschsprachige Nyéléni-Aktive aus Deutschland, Österreich, der Nordschweiz, Südtirol, Elsaß, den Niederlanden, …

Programm:

Freitag, 07.12.2018
10 bis 17 Uhr: Exkursionen zu Projekten in der Region
18 Uhr: Ankunft und Registrierung, freie Waldorfschule Rieselfeld
19 Uhr: Offizielle Begrüssung und Kongresseröffnung

Samstag, 08.12.2018
9.00 – 9.30 Uhr: Plenum
9.30 – 10.30 Uhr: Akteur*innen-Treffen
11.00 – 12.30 Uhr: 1. Themengruppen-Phase (5 parallele Workshops)
14.00 – 15.30 Uhr: 2. Themengruppen-Phase (5 parallele Workshops)
16.00 – 17.30 Uhr: 3. Themengruppen-Phase (5 parallele Workshops)
17.30 – 18.00 Uhr: Plenum
19.00 – 19.45 Uhr: Frauen*-Treffen
19.45 – 20.30 Uhr: Postersession: Ergebnisse der Themengruppen
ab 20.30 Uhr: Konzert/Open Stage/Filme

Sonntag, 09.12.2018
9.00 – 10.30 Uhr Akteur*innen-Treffen
11.00 – 13.00 Uhr Regionalgruppen – Nächste Schritte
13.00 – 14.00 Uhr Abschluss-Plenum
14.00 Uhr Ende des Kongresses, Abschieds-Essen, gemeinsames Aufräumen, Abreise

Koordinations-Kreis: Agronauten e.V., Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., Eine Welt ForumFreiburg (EWFF) e.v., Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, ÖBV-Via Campesina Austria, Schweitzer Initiative für Ernährungssouveränität, Transition Town Freiburg, …

In Kooperation mit RENN-süd – Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien und mit freundlicher finanzieller Unterstützung durch: Rosa Luxemburg Stiftung, MISEREOR, Zukunftsstiftung Landwirtschaft, INKOTA, Attac Freiburg, Permakultur Akademie PSP, Brot für die Welt …

  

Essen. Macht. Glück

Zur Rolle der Ernährungssouveränität in der notwendigen gesellschaftlichen Transformation.

Öffentliche Auftaktveranstaltung des Nyéléni-Kongress für Ernährungssouveränität.

18 Uhr: “Crash-Kurs” Ernährungssouveränität, Hörsaal 1234 im KG I der Universität Freiburg

20 Uhr: Öffentliche Diskussionsveranstaltung, Audimax der Universität Freiburg
mit Olivier de Schutter (IPES Food), Michael Würth (RP Freiburg), Julianna Fehlinger (ÖPV/ Nyéléni) und Initiativen aus allen Bereichen der Ernährungssouveränität.

Koordinations-Kreis: Agronauten e.V., Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., Eine Welt ForumFreiburg (EWFF) e.v., Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, ÖBV-Via Campesina Austria, Schweitzer Initiative für Ernährungssouveränität, Transition Town Freiburg, …

In Kooperation mit RENN-süd – Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien und mit freundlicher finanzieller Unterstützung durch: Rosa Luxemburg Stiftung, MISEREOR, Zukunftsstiftung Landwirtschaft, INKOTA, Attac Freiburg, Permakultur Akademie PSP, Brot für die Welt …

  

16 Tage Stopp Gewalt gegen Frauen

Eine Veranstaltungsübersicht und weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat hier und weltweit nach wie vor viele Gesichter: von der Belästigung, über alltägliche sexuelle Anmache, psychische und/oder körperliche Verletzung und Misshandlung, sexuellen Missbrauch, ökonomische Ungleichheit, Abhängigkeit vom (Ehe)Partner oder der Familie, Frauenhandel, Verschleppung, Vergewaltigung, Zwangsheirat, Zwangsprostitution sowie Verletzung elementarer Menschenrechte wie Verweigerung von Bildung, Selbstbestimmung und Eigenständigkeit bis hin zur Tötung. Fest steht auch, dass häusliche Gewalt immer noch die am meisten verbreitete Gewalt an Frauen ist.

Deshalb finden jedes Jahr vom 25. November – Internationaler Tag ‘Nein zu Gewalt an Frauen’ – bis zum 10. Dezember – Internationaler Tag der Menschenrechte – 16 Tage lang weltweit Kampagnen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen statt.

Der Internationale Tag ‘Nein zu Gewalt an Frauen’, der jährlich am 25. November begangen wird, erinnert an die drei mutigen Schwestern Mirabal, die an diesem Tag im Jahr 1960 vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet wurden. Die Vereinten Nationen haben diesen Tag als offiziellen internationalen Gedenktag seit 1999 anerkannt.

Das Freiburger Aktionsbündnis ’16 Tage – Stopp Gewalt gegen Frauen’ ist ein Zusammenschluss von Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, der die Freiburger Aktionstage organisiert. Ziel ist, das Thema ‘Gewalt gegen Frauen’ verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und über die verschiedenen Auswirkungen und Formen der weltweit gegen Frauen und Mädchen ausgeübten Gewalt zu informieren.

Die diesjährigen Freiburger Aktionstage stehen unter dem Motto ‘Frauenrechte sind Menschenrechte’. Anlässlich des 70. Jahrestags der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte werden die Frauenrechte in ihrer Gesamtheit in den Fokus der verschiedenen Veranstaltungen genommen.

Sowohl im Hinblick auf die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen weltweit, als auch vor dem Hintergrund des schockierenden Gewaltverbrechens in Freiburg stehen auch in diesem Jahr die Themen ‘Feminismus und der erstarkende Sexismus & Rassismus’ sowie ‘Sexualisierte Gewalt’ im Mittelpunkt der Veranstaltungen.

Das Thema sexualisierte Gewalt wird derzeit medial mit Nationalitäten und Kulturen verknüpft. Dadurch wird ausgeblendet, in welch erschreckender Weise und wie aktuell und allgegenwärtig Gewalt gegen Frauen ist, ganz unabhängig von Nationalität und Kultur.

Somit ist das Thema der Aktionstage präsenter denn je. Sie sind gleichzeitig Mahnung und Gedenken an die Opfer sexualisierter Gewalt.

Im Rahmen der Aktionstage finden sowohl Aktionen statt, die über den gesamten Zeitraum gehen als auch solche, die nur an einzelnen Tagen durchgeführt werden.

Darüberhinaus können Sie wieder viele interessante Veranstaltungen, Filmabende, Diskussionen, Workshops und Musikabende sowie eine Ausstellung zu Frauenrechten besuchen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihr Interesse.

Ausführliche Informationen zu allen Veranstaltungen und Aktionen finden Sie auch unter www.16days-freiburg.de.

Die einzelnen Veranstaltungen werden von den verschiedenen Vereinen eigenständig durchgeführt und durch unterschiedliche Geldgeber*innen unterstützt.

Das Gesamtprogramm der diesjährigen Aktionstage wird gefördert von der Stelle zur Gleichberechtigung der Frau, Stadt Freiburg im Breisgau.

 

  

Was heißt es, Fluchtursachen wirksam zu bekämpfen?

Vortrag und Diskussion mit Thomas Gebauer, Sprecher von medico international.

Man kann sich sicher darauf einigen, dass niemand gezwungen sein sollte, zu fliehen. Deshalb klingt die politische Forderung, dass es wichtig sei, die Fluchtursachen zu bekämpfen, einleuchtend. Allerdings wird dies in der politischen Diskussion nicht allein aus humanitären Gründen gefordert, sondern auch in der Hoffnung, die Zahl derjenigen zu vermindern, die in Europa Aufnahme und Schutz suchen. Die Bekämpfung der Fluchtursachen ist so betrachtet dann nur ein Element einer Politik, die auf Abwehr von Flüchtlingen und Verhinderung unerwünschter Migration zielt.

Unabhängig davon stellt sich die Frage, was tatsächlich erforderlich wäre, Fluchtursachen wirksam zu bekämpfen. Thomas Gebauer wird auf diese Frage eine radikale Antwort geben. Denn er ist der Überzeugung, dass das Elend der Welt längst ein Ausmaß angenommen hat, das durch Hilfe nicht mehr gemildert werden kann und dass der dramatische Zuwachs von globaler Ungleichheit kein Betriebsunfall ist, sondern unmittelbare Folge der marktradikalen Umgestaltung der Welt.

Thomas Gebauer ist seit 1996 Geschäftsführer von medico international. Medico leistet international Hilfe für Menschen in Not und arbeitet an der Beseitigung der strukturellen Ursachen von Armut und Ausgrenzung.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Freiburger Forum gegen Ausgrenzung und des Eine Welt Forum Freiburg.

Die Durchführung der Veranstaltung wird gefördert von der Stadt Freiburg, der Stiftung Umverteilen, des Katholischen Fonds und von Engagement Global aus Mitteln des BMZ.

  

Festakt “25 Jahre AMICA”

AMICA e.V. feiert ihr 25-jähriges Bestehen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Anmeldung unter office@amica-ev.org oder 0761/ 55 69 251.

  

Aktionstag gerechter Welthandel

Aus Anlass der bevorstehenden Abstimmungen zu CETA im Bundesrat und zum Jefta Abkommen.

Organisiert von Attac Freiburg mit Kooperationspartner*innen.

Weitere Informationen folgen.

  

Kleinbäuer*innen aus Peru kämpfen gegen den Klimawandel

Hier geht’s zum Flyer der Veranstaltung.

Vertreter*innen der peruanischen Kleinbauernorganisation NORANDINO sind am Dienstag, 25. September 2018 im Rahmen der Fairen Woche in Freiburg zu Gast.
Sie berichten auf Einladung des FAIR BAND (Bundesverband für fairen Import und Vertrieb e.V.), der Fairhandelsgenossenschaft ETHIQUABLE Deutschland, des Regenwaldinstituts, der Informationsstelle Peru, des Vereins Color Esperanza und des Eine Welt Forum Freiburg über die Erfolge des Fairen Handels in Peru und ihre Reaktionen auf die Auswirkungen des Klimawandels.

Wetterextreme häufen sich, die Ernten werden immer schwerer planbar und neue Schädlinge tauchen auf. In Piura, der Heimatregion von NORANDINO im Norden Perus, kommt erschwerend hinzu, dass viele Waldgebiete in den vergangenen Jahrzehnten der landwirtschaftlichen Expansion zum Opfer gefallen sind. Zunehmende Wasserknappheit und starke Bodenerosion bringen auch die verbliebenen Wälder in Gefahr und wirken sich negativ auf die Erträge der Bäuer*innen aus. Sie ernten auf ihren Parzellen immer weniger.
Die Kleinbäuer*innen der Kooperative NORANDINO kämpfen dagegen an, indem sie ein eigenes Wiederaufforstungsprojekt ins Leben gerufen haben. Gegenwärtig werden von rund 2.000 beteiligten Kleinbäuer*innen auf etwa 213 Hektar Fläche Bäume gepflanzt, um die Folgen des Klimawandels einzudämmen. Bis zu 40.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen werden dadurch ausgeglichen.

Der 1995 gegründeten Kooperative NORANDINO gehören mehr als 7.000 Familien an. Sie produzieren unter anderem Kaffee, Kakao und Rohrzucker für den Fairen Handel. Neben der Vielfalt ist NORANDINO dabei auch die Wertschöpfung vor Ort extrem wichtig. Daher wird beispielsweise das Zuckerrohr direkt vor Ort zu Vollrohrzucker weiterverarbeitet und fertig verpackt nach Europa exportiert.

Im Rahmen der Veranstaltung wird auch die Ausstellung „Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel“ des Klima-Bündnisses der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V. zu sehen sein.

Über die Gäste:
Klehber Cruz Zurita (Jahrgang 1978) ist Kleinbauer und Vorsitzender des Verwaltungsrats von NORANDINO. Gemeinsam mit seiner Familie bewirtschaftet er zwei Hektar Land und baut dort unter anderem Kaffee an.
Begleitet wird er von Raul Francisco Calle Pintado (Jahrgang 1970). Er ist Geschäftsführer des Kooperativenverbands NORANDINO. Raul Francisco Calle Pintado hat an der Universität in Piura Rechnungswesen und Finanzwissenschaften studiert. Er arbeitet inzwischen seit mehr als zehn Jahren für NORANDINO bzw. die Vorgängerorganisation CEPICAFE.

Die Durchführung der Veranstaltung wird gefördert von der Stadt Freiburg und von Engagement Global aus Mitteln des BMZ.

  

Workshop: Partizipative und zukunftsfähige Entwicklung mit Permakultur-Ansätzen

Hier geht’s zum Flyer der Veranstaltungen zu Permakultur von 20. bis 24. September 2018.

Ein Workshop zur Gestaltung von Veränderungen in regionalen und globalen Projekten sowie in der Entwicklungszusammen- und
Solidaritätsarbeit.
Mit Philip Munyasia (OTEPIC) und Ronny Müller (Permakulturdesigner).

Bitte bis 19.9. anmelden über bioboden@permakultur-dreisamtal.de

Für ein warmes veganes Mittagessen und Snacks/Getränke zwischendurch wird gesorgt (im Kostenbeitrag inbegriffen).

Dieser Workshop knüpft thematisch an die Vorträge vom Donnerstag und insbesondere Freitag Abend an und geht der Fragestellung nach, wie denn Entwicklungszusammen- und Solidaritätsarbeit in partizipativer Weise, “auf Augenhöhe”, gelingen könnten, aber auch was es dabei an Schwierigkeiten gibt.
Die fachlichen Hintergründe von Philip Munyasia sind bereits unter den Vorträgen am Donnerstag und Freitag Abend beschrieben. Ronny Müller ist sowohl in Deutschland als auch in Kenia als Permakultur-Designer engagiert.
Der Austausch und die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Permakulturansatz wird ergänzt durch Beiträge über sowie einen Besuch beim interkulturellen Gemeinschaftsgarten “zusammen gärtnern”.
Die Fragen, die die Teilnehmenden mitbringen (vielleicht aus eigenen Erfahrungen oder Vorhaben im Bereich der Entwicklungszusammen- und Solidaritätsarbeit), können nicht nur an die anwesenden Expert*innen gerichtet werden, sondern werden auch Raum finden, interkollegial in Kleingruppen bewegt zu werden.
Wir hoffen mit diesem Workshop einen Beitrag zu gelingender Entwicklungszusammen- und Solidaritätsarbeit leisten zu können.

Veranstalter*innen dieser Veranstaltung im Rahmen der Eine Welt Tage 2018: Permakultur Dreisamtal, FriedensKulturHof, Transition Town Freiburg, Kipepeo – Förderverein Kenia, Eine Welt Forum Freiburg und weitere Kooperationspartner*innen.