Erzeuger*innen unter Druck – verschwindet die kleinbäuerliche Landwirtschaft?

Wann:
6. April 2017 um 19:00 – 21:00
2017-04-06T19:00:00+02:00
2017-04-06T21:00:00+02:00
Wo:
Weingut Andreas Dilger
Urachstraße 3
79102 Freiburg im Breisgau
Deutschland
Kontakt:
Suffizienz-Netzwerk im Eine Welt Forum Freiburg
0761-⁠20258275

In der Reihe „Werkstattgespräch: Zukunftsfähigkeit(en)“

Die Zukunft der Landwirtschaft liegt in kleinbäuerlichen, arbeitsintensiveren und auf Vielfalt ausgerichteten Strukturen (Weltagrarbericht). Diese garantieren durch widerstandsfähige Anbau- und Verteilungssysteme eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Lebensmittelversorgung. Doch wie steht es um die Menschen, die diese Strukturen bereitstellen, die Erzeuger*innen unserer Lebensmittel?

Gemeinsam wollen wir im kommenden Werkstattgespräch Perspektiven und Veränderungsmöglichkeiten für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ausleuchten und unseren Beitrag zum Erhalt kleinbäuerlicher Strukturen diskutieren. Die Antworten auf diese Fragen betreffen am Ende uns alle, die wir auf gesunde Ernährung und den Erhalt der damit verbundenen Ressourcen angewiesen sind.

Ein kurzer Impulsbeitrag von Jörg Beger (Lebensgarten Dreisamtal / Transition Town Freiburg) zum Thema des Abends umreißt Hintergründe und leitet ein World Café ein, bei dem die Anwesenden mit Praktiker*innen und Pionier*innen aus der Region ins Gespräch kommen können. Themen werden etwa der Umgang mit Marktdruck und Zinsbelastung, der Zugang zu Land, die Weiterbewirtschaftung und das Sterben von Höfen sowie innovative bzw. kooperative Ansätze zur Lösung dieser Probleme sein.

Zugesagt haben:
Joel Siegel (Obstbauer, Schallstadt-Mengen),
Johannes Suppenkämper (Solidarische Landwirtschaft Luzernenhof, Seefelden),
Josef Kleine-König (Biogärtner, Vörstetten/Holzhausen),
Oliver Christ (Gärtnerei Piluweri, Müllheim-Hügelheim).

Der Abend ist offen für alle Interessierten (Erzeuger*innen, Konsument*innen, Händler*innen und Prosument*innen), mit und ohne Erfahrung oder Vorkenntnissen.

Hintergrund:
Weltweit steht die kleinbäuerliche Landwirtschaft unter Druck, bedrängt von Akteuren, denen der Mehrwert wichtiger als der Nährwert zu sein scheint. Der global steigende Hunger nach Energie verschärft diese Situation noch. Doch Fragen bezüglich Zugang zu Land, Erhalt von Bodenfruchtbarkeit und Verfügbarkeit von Wasser stellen sich nicht nur in Ländern des Globalen Südens. Auch hierzulande sind weite Flächen von Bodenerosion bedroht, wird Wasserknappheit zunehmend ein Problem und kämpft die kleinbäuerliche Landwirtschaft um ihre Existenz.
Wie können wir diesen Entwicklungen entgegentreten? Welche Strukturen gilt es zu schützen und aufzubauen? Welche Ideen sind in unserer Region vorhanden und wie weit tragen sie? Was können wir diesbezüglich von Initiativen in anderen Regionen der Welt lernen? Wie bilden sich die Preise für regional erzeugte Agrarprodukte und wie bekommt jede*r Erzeuger*in einen fairen Preis? Welche Unterstützung seitens der Politik und der Konsument*innen ist nötig?