Decolonize your plate

Was hat unser tägliches Essen mit Kolonialismus, globaler Ungleichheit und Machtverhältnissen zu tun? Im Juli trafen wir uns mit insgesamt rund 60 Akteur*innen zu den Themen “Ernährung und Dekolonialität”. Im Mittelpunkt stand dabei der Austausch der Akteur*innen aus Baden-Württemberg mit den Vertreter*innen der As Karuana vom brasilianischen Rio Tapajós, die mit ihrer indigenen Gemeinschaft für den Erhalt ihrer Gebiete und Gewässer, die ihre  Lebensgrundlagen sind, kämpfen – gegen die Privatisierung der Flüsse, Umweltverschmutzung durch Pestizide und Quecksilber und Abholzung für Sojaplantagen oder Rinderzucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wir unser Ernährungssystem entkolonialisieren können. Koloniale Kontinuitäten bestehen in den globalen Ernährungssystemen fort: Strukturen der Produktions- und Handelssysteme prägen bis heute, wer für welche Märkte produziert, wer profitiert und wer die sozialen und ökologischen Kosten trägt. Eine Kooperation zwischen deab, Eine Welt Forum, Pakt e.V. und dem Agrikulturfestival.