Insumisas: Die Geschichte des Widerstands der Frauen in der Westsahara- 01.11.2026

Beginn der Veranstaltungsreihe: Die besetzte Westsahara und der sahrauische Widerstand

Das ist der erste Teil einer längeren Veranstaltungsreihe des Infoladens in der KTS zusammen mit unseren Freund*innen der Migrantifa, dem iz3w, dem EWF-Freiburg und dem Stura Freiburg.

Datum: 01.11.2026 16-18 Uhr Ort: KTS – Kulturtreff in Selbstverwaltung (KaTS)
Mitte November wird die nächste Veranstaltung sein: Profit over Peace – Ressourcenplünderung in der besetzten Westsahara mit Alida Koos, einer der zwei Herausgeberinnen von WIDERWORTE.

Vor 51 Jahren begann mit dem sogenannten „Grünen Marsch“ die marokkanische Besatzung der Westsahara. Während das marokkanische Königshaus diesen Einmarsch bis heute als nationalen Triumph feiert, gelten die Ereignisse um den 06. November 1975 als nationales Trauma für die lokale Bevölkerung, die Sahrauis. Für sie begann mit der Besetzung eine Geschichte von Flucht, Vertreibung und Genozid – eine Geschichte, welche bis heute andauert, denn der Großteil der sahrauischen Bevölkerung lebt nach wie vor in Geflüchtetenlagern im Südwesten des benachbarten Algeriens und wartet dort auf die ausstehende Selbstbestimmung und Rückkehr.

Um das Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zu untermauern, bauten die Sahrauis, angeführt von der Befreiungsbewegung POLISARIO, im algerischen Exil einen eigenen Staat auf – die Demokratische Arabische Republik Sahara, kurz DARS. Während die Unabhängigkeitsbewegung in der Anfangszeit und gerade in der ersten Phase der Besatzung noch auf eine relativ breite Unterstützung – gerade durch Staaten mit eigenen Kolonialerfahrungen – bauen konnte, so wenden sich heute immer mehr Staaten von einer Konfliktlösung im Sinne des internationalen Rechts ab und gehen zu einer Unterstützung des marokkanischen Autonomieplans über – darunter auch Deutschland.

Doch so sehr auch versucht wird, die illegale Besatzung von ihren politischen und historischen Ursprüngen zu lösen, so sehr auch versucht wird den Konflikt als einen lokalen „Nachbarschaftsstreit“ darzustellen oder gar auf „separatistische“ Strömungen zurückzuführen – der Kern des Konflikts ist und bleibt ein kolonialer.

Aber wie genau kam diese koloniale Situation überhaupt zustande? Welche neokolonialen Verstrickungen sorgen dafür, dass längst nicht nur das marokkanische Königshaus ein Interesse am status quo der illegalen Besatzung entwickelt hat? Wie ist die Situation vor Ort und wie leben die Sahrauis im algerischen Exil?

Die folgende Veranstaltungsreihe soll diesen und weiteren Fragen auf den Grund gehen und in die Hintergründe und Ursprünge der „letzten Kolonie Afrikas“ einleiten.

Kontakt: infoladen-freiburg(at)linksunten.ch

Veranstaldungskalender Freiburg: https://tacker.fr/node/19067

  

EmpathyInMotion – Einladung zum interdisziplinären Workshop

#EmpathyInMotion ist ein kostenfreier, altersübergreifender und interdisziplinärer Workshop von La Fuchsia Kollektiva, der in Stuttgart, Freiburg und Frankfurt am Main stattfindet und Empathie als gesellschaftliche Praxis untersucht: Zuhören – Innehalten – Perspektiven wechseln – Verantwortung übernehmen – Handeln.

Gerade in der politischen, sozialen und pädagogischen Arbeit begegnen wir täglich unterschiedlichen Lebensrealitäten, gesellschaftlichen Konflikten, Diskriminierung, Polarisierung und globalen Krisen. Dabei stellt sich die Frage: Wie können wir anderen Perspektiven wirklich begegnen, ohne die eigene zu verlieren? Und wie kann aus Empathie konkretes Handeln entstehen?

Mit Methoden aus Performance, Bewegung, Fotografie, Video, Audio, kreativem Schreiben und kollektiver künstlerischer Arbeit schaffen wir einen Raum, in dem persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Der Prozess folgt dem roten Faden ICH – DU – WIR – HANDELN. Die Teilnehmenden erleben und erproben unterschiedliche Methoden und entwickeln im weiteren Verlauf eigene kleine Empathie-Übungen, die sie auch in ihre berufliche, pädagogische, soziale oder politische Praxis mitnehmen und weitergeben können.

Der Workshop richtet sich ausdrücklich nicht nur an Künstler*innen. Eingeladen sind Menschen verschiedener Generationen, kultureller Hintergründe und Berufsfelder – insbesondere auch Multiplikator*innen aus Bildung, Sozialarbeit, Kultur und Zivilgesellschaft. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Freiburg

November – ICH und DU

06.11.26:  17:00 – 20:00 Uhr 

07.11.26: : 09:00 – 13:00 · 14:00 – 18:00 Uhr

08.11.26: 10:00 – 15:00 Uhr 

Dezember – WIR und HANDELN

04.12.26:  17:30 – 20:30

05.12.26: 10:00  –  14:00 · 15:00 – 19:00 Uhr

06.12.26: 10:00 – 15:00 Uhr 

Presentation  12 Dezember 2026

  

Interkultureller Workshop zur Integrationspolitik in Deutschland


ANDA e.V. lädt geflüchtete und neu zugewanderte Menschen herzlich zu einem Informations- und Austauschworkshop ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Integrations- und Asylpolitik, des Aufenthaltsrechts, der Arbeitsmarktintegration, des Gesundheitssystems sowie wichtige Verwaltungsabläufe in Deutschland. Ziel der Veranstaltung ist es, praxisnahe Informationen zu vermitteln, Orientierung zu bieten und den Austausch zwischen den Teilnehmenden zu fördern.

Datum: Samstag, 07. November 2026
Uhrzeit: 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Ort: Haus des Engagements, Rehlingstraße 9, 79100 Freiburg im Breisgau

  

Gemeinsam Lesen 11.10.2026

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen Freiburg laden das Eine Welt Forum e. V. und CaPoA e. V. herzlich zur Veranstaltung „Gemeinsam Lesen“ ein.

📅 Sonntag, 11.10.2026, ab 14:00 Uhr
📍 Haus des Engagements, Freiburg

Lesungen afrikanischer Literatur aus verschiedenen Blickwinkeln

Wir zeigen die Vielfalt afrikanischer Geschichten und schaffen einen Raum für Begegnungen, Austausch und kulturellen Dialog. Unsere Lesereisen laden Sie ein, in andere Welten einzutauchen, neue Perspektiven zu entdecken und sich von Worten bewegen zu lassen. Erinnerung, Sprache und Befreiung stehen dabei im Mittelpunkt – als Wege, Geschichte zu verstehen und neue Horizonte zu eröffnen.

Ein Einblick in die Afrikanische Bibliothek (Hekima-Bibliothek) in Freiburg wird ermöglicht. Die meisten Bücher sind auf Deutsch, Englisch und Französisch. Freuen Sie sich auf Bücher zu den Themen Geschichte, Empowerment, Biografien und Diskriminierung sowie auf Romane und Kinderbücher, die das Herz berühren, inspirieren und zum Nachdenken anregen.

Außerdem erwarten Sie kreative Aktivitäten für Kinder sowie eine Vorstellung des CaPoA-Buch- und Leseclubs.

Der Nachmittag wird von afro-inspirierter Musik und köstlichen Fingerfood-Spezialitäten begleitet.

  

Interkulturelle Wochen Freiburg 2026

Am 25.09. findet die Eröffnung der Interkulturellen Wochen statt. Alle sind herzlich willkommen! Für Zusammenhalt und Inspiration gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten. Das vollständige Programm finden Sie hier

Das Eine Welt Forum Freiburg lädt gemeinsam mit CaPoA e. V. im Rahmen der Interkulturellen Wochen zur Veranstaltung „Gemeinsam Lesen“ ein. Die Veranstaltung findet am 11. Oktober im Haus des Engagements statt.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch, das Lesen und die Begegnung mit euch!

  

Unterstützung für Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern

Im Vorfeld der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (06.09.2026) und Mecklenburg-Vorpommern (20.09.2026) zeigen die zivilgesellschaftlichen Bündnisse “Sachsen-Anhalt: weltoffen!” und “zusammenBewegen” (Mecklenburg-Vorpommern) mit vielen kreativen Aktionen ihren Wunsch nach einer Regierung, die solidarisches Miteinander, soziale Gerechtigkeit, Weltoffentheit und Verbundenheit in den Mittelpunkt stellt. Schaut euch die vielen tollen Workshops, Gesprächsangebote, Feste, usw. auf den Webseiten an. Es lohnt sich!
Auch von Baden-Württemberg aus können wir die wichtige Arbeit der beiden Bündnisse unterstützen – zum Beispiel durch Spenden für ihre Aktivitäten. Gespendet werden kann entweder direkt an die Spendenkonten der Bündnisse, die auf ihren Webseiten zu finden sind oder über die Spendenplattform betterplace. Unterstützt die wertvolle Arbeit im Endspurt vor den Wahlen:

Für Sachsen-Anhalt: weltoffen!:
https://www.betterplace.org/de/projects/181600-wir-haben-die-wahl-demokratiefest-von-sachsen-anhalt-weltoffen

Für zusammenBewegen in Mecklenburg-Vorpommern:
https://www.betterplace.org/de/projects/171224-zusammen-bewegen-staerke-die-demokratiebewegung-in-mecklenburg-vorpommern

  

„¡Aquí No!“ (“Hier nicht!”) Ammoniakfabrik in Ohuira

Deutschland präsentiert sich weltweit als Vorreiter beim Schutz des Planeten, bei Umweltauflagen und Recycling. Doch gleichzeitig finanzieren deutsche Institutionen nun eine Ammoniakanlage in dem geschützten Ökosystem der Bucht von Ohuira (Sinaloa, Mexiko). Mit deutschem Geld darf keine Umweltzerstörung in der Bucht von Ohuira finanziert werden. Mit dieser klaren Botschaft ist eine Delegation der mexikanischen Initiative „¡Aquí No!“ (“Hier nicht!”) nach Deutschland gereist. Ihr Ziel: die Fertigstellung der voraussichtlich größten Ammoniakfabrik Lateinamerikas im geschützten Feuchtgebiet von Santa María-Topolobampo-Ohuira zu verhindern. Die Aktivist*innen befürchten einen ökologischen Kollaps der Lagune und damit den Verlust der Lebensgrundlage lokaler Indigener Gemeinden.

Das Projekt des Unternehmens Gas y Petroquímica de Occidente (GPO), einer Tochter der Schweizer Proman AG, die auch einen Standort in Düsseldorf hat, wird maßgeblich durch die deutsche KfW IPEX-Bank ermöglicht: Sie koordiniert ein Bankenkonsortium für Kredite in Höhe von 860 Millionen US-Dollar und tritt selbst als Geldgeberin auf. Hinter diesem Kredit stehen sogenannte Hermesdeckungen: staatliche Exportkreditgarantien der deutschen Bundesregierung.

Zuständig für diese Garantien ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – geführt von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Sie sitzt zudem im Verwaltungsrat der KfW, dem Aufsichtsgremium der Bank.

Fakt ist: Eine Ammoniakanlage neben einem international geschützten Feuchtgebiet, ohne gültige Umweltgenehmigung, gegen den ausdrücklichen Willen der betroffenen Bevölkerung: das wäre in Deutschland nicht genehmigungsfähig. In Mexiko wird es trotzdem gebaut – mit deutschem Steuergeld! Katherina Reiche trägt dafür politische Mitverantwortung.

Quellen:

Nikolas Grimm, Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko. https://www.mexiko-koordination.de/2026/03/25/umweltschuetzerinnen-mexiko-beschwerde-kfw-topolobampo/?l=de

Foto: https://www.jornada.com.mx/noticia/2026/06/07/estados/mayosyoremes-marchan-contra-planta-de-amoniaco-en-sinaloa-exigen-cancelar-proyecto

  

System Change Camp 13-25 August 2026 Karlsruhe

Das System Change Camp ist aus der Klimagerechtigkeitsbewegung entstanden und findet jährlich statt, um einen Raum für Begegnung, Vernetzung, inhaltliche Weiterbildung, Skillshares, strategische Diskussionen und kulturelles Programm zu geben.

Die System Change Camp-Orga ist eine lose Gruppe von Einzelpersonen. Der Anspruch an uns selbst ist, unter anderem antikapitalistisch, antirassistisch, antikolonial, antiautoritär, antiableistisch und antipatriarchal zu sein.

weitere Informationen und Anmeldung

  

Decolonize your plate

Was hat unser tägliches Essen mit Kolonialismus, globaler Ungleichheit und Machtverhältnissen zu tun? Im Juli trafen wir uns mit insgesamt rund 60 Akteur*innen zu den Themen “Ernährung und Dekolonialität”. Im Mittelpunkt stand dabei der Austausch der Akteur*innen aus Baden-Württemberg mit den Vertreter*innen der As Karuana vom brasilianischen Rio Tapajós, die mit ihrer indigenen Gemeinschaft für den Erhalt ihrer Gebiete und Gewässer, die ihre  Lebensgrundlagen sind, kämpfen – gegen die Privatisierung der Flüsse, Umweltverschmutzung durch Pestizide und Quecksilber und Abholzung für Sojaplantagen oder Rinderzucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wir unser Ernährungssystem entkolonialisieren können. Koloniale Kontinuitäten bestehen in den globalen Ernährungssystemen fort: Strukturen der Produktions- und Handelssysteme prägen bis heute, wer für welche Märkte produziert, wer profitiert und wer die sozialen und ökologischen Kosten trägt. Eine Kooperation zwischen deab, Eine Welt Forum, Pakt e.V. und dem Agrikulturfestival.
 

  

ALMA-Vortragsreihe: Race, International Relations and the Politics of Israel-Palestine

Somdeep Sen
ist Associate Professor am Institut für Sozialwissenschaften und
Wirtschaft an der Roskilde Univeristät in Dänemark. Er ist außerdem
assoziierter Wissenschaftler am Zentrum für Asian Studies in Africa der
Universität von Pretoria. Er ist Autor von Decolonizing Palestine: Hamas between the anticolonial and the postcolonial (Cornell University Press, 2020). Aktuell ist Somdeep Sen Redakteur von Critical Studies on Security. Seine Arbeit wurde bereits in The Washington Post, Foreign Policy, Al Jazeera English, The Huffington Post, Jacobin und The London Review of Books publiziert.
 
Abstract
Aktuell nimmt das Bewusstsein für die Rolle von Race und Rassismus in
der heutigen globalen Ordnung zu. Doch wie formt diese Geschichte und
ihr Erbe unsere Wahrnehmung der Politik Israel-Palästinas? In diesem
Vortrag wird Somdeep Sen auf Fragen bezüglich Race und Rassismus im Feld
der Internationalen Beziehungen eingehen. Er wird beleuchten, auf
welche Weise diese den Diskurs, die Politik, und die Praxis in Bezug auf
Krieg und Frieden im ‘Heiligen Land’ prägen.

Mittwoch, 8. Juli 2026 | 20:00 Uhr
Ort:
Universität Freiburg, KG I, HS 1098
 
Registrierung für Online-Teilnahme
Der Vortrag wird leider nicht mehr hybrid stattfinden. Eine Aufnahme
des Vortrags wird auf dem YouTube-Kanal des ABI hochgeladen werden.
 
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