Aktivismus für faire Lieferketten in Ostkongo

Vergangenen Montag waren Marline Babwine und Philippe Ruvunangiza aus Bukavu im Osten der DR Kongo zu Besuch in Freiburg um über den Rohstoffbergbau, den schwelenden Konflikt um die Rohstoffe und sowie über die schweren Menschenrechtsverletzungen zu berichten. Dabei war es ihnen wichtig den Blick auf die unterschiedlichen Interessengruppen ausserhalb des Landes zu lenken, die von dem Konflikt profitieren und ihn weiterhin befeuern. Das Ziel der beiden Aktivist*innen ist es, in Europa Bewusstsein für die Abbaubedingungen der weltweit begehrten Rohstoffe und die Kräfteverhältnisse der involvierten Akteure zu schaffen. Sie appellieren an Menschen hierzulande die Situation im Kongo in der Öffentlichkeit zu thematisieren und sich für faire Lieferketten einzusetzen. Philippe Ruvunangiza hat 2024 für sein mutiges Engagement gegen Bergbaufirmen in der DR Kongo den Civil Courage Preis erhalten.

  

Wissenstauschbörse zu Diskriminierungssensibilität

Du bietest Bildungsangebote zum sozial-ökologischen Wandel an oder bist gerade dabei, Bildungsreferent*in zu werden? Du möchtest dich über Ideen und Angebote im Bereich, Globales Lernen oder politische Bildung austauschen und mit anderen vernetzen? Dann komme gerne zu unserer Wissenstauschbörse!

Ihr habt zwei Stunden Zeit, um eure Erfahrungen und Kompetenzen auszutauschen und voneinander zu lernen. Bei unserem Treffen stellen zwei Vereine ihre Arbeit vor: Wie gestalten Zusammenleben e.V. und iz3w ihre Angebote diskriminierungssensibel?

Der nächste Termin findet am Dienstag, den 29. April von 18 – 20 Uhr in zuka Soli Café im Haus der Jugend statt.

Melde dich bitte unter bildung[at]ewf-freiburg.de für die einzelnen Termine an

Geleitet wird die Wissenstauschbörse von Rosa Bumm, die sich seit Jahren für innovative Bildung begeistert, einen Master in Bildungswissenschaft absolviert hat, seit 2023 Bildungsreferent*in im Eine Welt Forum Freiburg e.V. ist und derzeit als Fellow bei Teach First an einer Werkrealschule in Freiburg arbeitet.

  

Collagekunst für Klimagerechtigkeit

Am 20. März fand der Workshop „Somos la tierra“ vom la Olla-Kollektiv in Kooperation mit dem Eine Welt Forum im Linken Zentrum Adelante in Freiburg statt. Die Soziologin Sandra Ángel Moreno gab einen spannenden Input zum politischen Konzept Klimagerechtigkeit, das aus der umweltpolitischen Bewegung „Environmental Justice“ hervorgegangen ist und zwei entscheidende Fragen diskutiert: Wer trägt die Last des Klimawandels, wer die Verantwortung. Im Fokus stehen marginalisierte Gruppen, deren Ausgrenzung in der Kolonialgeschichte wurzelt, und die gegenwärtig als am stärksten Betroffene der Klimakrise in der Diskussion um Strategien der Bekämpfung ausgeschlossen werden. Die Teilnehmenden des Workshops waren eingeladen in Kleingruppen über zukünftige Formen von sozial-ökologischer Gerechtigkeit zu visionieren und ihre Ideen und Gedanken in einer Collage zu verarbeiten. Sandra Ángel selbst ist Collage-Künstlerin und hat bereits eindrucksvolle Werke geschaffen.

  

Somos la tierra – Workshop mit la olla und dem Eine Welt Forum

Die Klimakrise ist auch eine Krise der Vorstellungskraft. Hoffnungslosigkeit und das Nachdenken über das, was um uns herum geschieht, scheinen uns zu überwältigen, und es fällt uns immer schwerer, uns eine Zukunft vorzustellen, in der Gerechtigkeit, Gleichheit, Souveränität und Freiheit über unsere Körper und unsere Territorien möglich sind. Aus diesem Grund möchten wir euch zu einem Raum der gemeinschaftlichen Inspiration einladen, in dem wir das Gestalten von Collage als künstlerisches Instrument erkunden werden.

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