Über Grenzen gehen – Ein Planspiel zum Thema Flucht

Fluchtursachen, Asylgründe, Herkunfts- und Aufnahmeländer, Hindernisse und Herausforderungen auf der Flucht, Planspiel
Klassenstufen 8 – 11

65,3 Mio Menschen auf Flucht (UNO Flüchtlingshilfe 2015). Welche Menschen und Geschichten stehen hinter diesen Zahlen? Welche Entscheidungen, Gefahren und Gefühle?
Eine Flucht ist dem deutschen Alltag so fern und findet ihr Ende dennoch oftmals in eben diesem.

Das Planspiel unterstützt Schüler*innen darin, sich den Wegen einer Flucht zu nähern. Obwohl es spielerisch angelegt ist, vermitteln die Stationen doch Ernst: Mit zugeteilten Rollen stellen die Teilnehmer*innen Situationen einer Flucht nach und nähern sich der Frage, was es heißt, aus dem eigenen Land zu fliehen. Dabei sind sie zum Teil in Familien miteinander verbunden oder auch alleine unterwegs. An jeder durchlaufenen Station steht die Frage: Wird es für mich weitergehen? Gelingt die Flucht? Versuchen wir, zu Fuß über die Grenze zu gehen oder lassen wir Familienmitglieder, die nicht gut laufen können, zurück?

In einer Einführungssequenz wird das Vorwissen  der Schüler*innen aktiviert und alle mit einem Informationsvideo und anschließender Besprechung auf einen Stand gebracht.
Daraufhin wird das Planspiel meist in zwei Gruppen à ca. 15 Schüler*innen durchgeführt. Anschließend diskutieren sie über ihre Erfahrungen in der jeweiligen Rolle und auf einer Metaebene darüber, inwiefern es überhaupt möglich ist, das kurzzeitig Erlebte im Spiel auf die komplexen Erfahrungen Geflüchteter zu übertragen.

  

Abgetaucht – Interaktive Führung im Museum Natur und Mensch

Luft anhalten und abtauchen! Wir lassen uns treiben und beobachten kleine und große Wassertiere auf dem Weg von der Quelle bis zur Mündung ins Meer.

Dauer: 45 Min.
Kosten: 2 Euro pro Schüler*in

Anmeldung: museumspaedagogik@stadt.freiburg.de, 0761 2012501 (Di-Fr)

Ein Angebot im Rahmen des Begleitangebots für Schulklassen zur Ausstellung „Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst – Virtuelles Wasser begreifen“

  

Die Wasserdetektive – Wir erforschen Lebewesen an waldnahen Gewässern

Die Schüler*innen lernen die Bedeutung des Waldes für das Wasser kennen. Sie bestimmen selbstständig die biologische Gewässergüte des Hölderlebaches mit Hilfe der Zeigerorganismen. Dabei werden zu einem  sorgfältigen und vorsichtigen Arbeiten mit den Lebewesen befähigt.

Dauer: 3 Stunden
Kosten: 4 Euro pro Schüler*in (Mindestbeitrag pro Schulklasse 75 Euro)
Anmeldung: info@waldhaus-freiburg.de

Ein Angebot im Rahmen des Begleitangebot für Schulklassen zur  Ausstellung „Ich sehe Was(ser) ,was du nicht siehst“ im WaldHaus Freiburg in Kooperation mit dem Eine Welt Forum Freiburg.

  

Wie entsteht Strom aus Wasser? – Wir bauen ein Wasserrad

Wasser, Strom, Nachhaltigkeit, Energiewende
Klassenstufen 5 – 10

Strom aus Wasserkraft ist klimafreundlich, kann gleichzeitig jedoch Gefahr für Fisch und Mensch sein. Weltweit werden für Wasserkraftwerke oft große Gebiete unter Wasser gesetzt und Menschen und Tiere dafür von ihrem Land vertrieben.
Die Schüler*innen erörtern das Pro und Contra der Wasserkraft und bauen selbst ein Wasserrad, das sie direkt im Hölderlebach testen.

Referent: Nik Geiler, Regiowasser e.V.
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 4 Euro/Schüler*in (Mindestbeitrag 60 Euro)
Maximale  Schülerzahl: 15

Wasserradbau ist auch als Komb-Angebot mit Führung durch die Ausstellung buchbar, wenn eine Klasse geteilt werden muss
Gesamtdauer : 4,5 Stunden (incl. 30 Min. Pause)
Kosten: 6 Euro/Schüler*in (Mindestbeitrag 150 Euro)
Anmeldung jeweils bei: Dagmar Große, d.grosse@ewf-freiburg.de

  

Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst – Virtuelles Wasser begreifen

Virtuelles Wasser, Lebensstil, Konsum
Klassenstufen 5 – 10

Wir trinken jeden Tag ungefähr 3 – 4 Liter Wasser. Zum Waschen, Kochen und Zähneputzen brauchen wir ca. 120 Liter. Doch eigentlich benötigen wir noch viel mehr Wasser – insgesamt ca. 4.000 Liter pro Tag!
Aber wie kommt diese große Wassermenge zustande?

Die Ausstellung im WaldHaus Freiburg zum Virtuellen Wasser erzählt Geschichten von Lebensmitteln und Produkten, die wir jeden Tag essen oder benutzen. Ob Rosen, Fleisch, Tomaten, Papier, Baumwolle oder Kaffee – viele Produkte werden täglich nach Deutschland importiert. Gleichzeitig hat unser Lebensstil auf diese Weise Auswirkungen in anderen Ländern, die uns häufig nicht bewusst sind. Dadurch vermittelt die Ausstellung  globale Zusammenhänge.
Zahlreiche Mitmachstationen und Exponate laden dazu ein, dem Thema „Virtuelles Wasser“ in vielfältiger Art und Weise zu begegnen. Besucher*innen der Ausstellung können entdecken, wie bereits kleine Handlungen helfen, viel Wasser zu sparen.

Führungen durch die Ausstellung:
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Kosten: 2,00 Euro pro Schüler*in (Mindestbeitrag pro Schulklasse 50 Euro)
Anmeldung bei: Dagmar Große  d.grosse@ewf-freiburg.de

Die Führung durch die Ausstellung ist auch als Kombi-Angebot mit dem Projekt „Wasserradbau“ buchbar, wenn eine Klasse geteilt werden muss.
Gesamtdauer : 4,5 Stunden (incl. 30 Min. Pause)
Kosten: 6 Euro/Schüler*in (Mindestbeitrag 150 Euro)
Anmeldung ebenfalls bei Dagmar Große

Weitere passende Angebote für Schulklassen im Rahmen des Begleitprogramms:

Ausstellungsdauer: Mai bis Oktober 2017.

Eine Ausstellung des Mathematikums Gießen, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung.

  

Im Dunkeln tappen? Bedeutung von elektrischem Strom in unserem Alltag und weltweit

Energiegerechtigkeit, Energieverbrauch, Klimawandel, Stromerzeugung, Stromverbrauch
Klassenstufen 7 – 12

Elektrischer Strom ist ein ständiger Begleiter in unserem Alltag: ob für Kühlschrank, Wasserkocher, Licht, Smartphone oder Fernseher – überall nutzen wir Strom. Doch das ist nicht überall so. Es gibt viele Menschen auf der Welt, die keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu elektrischem Strom haben. Wie leben sie? Wie würde unser Leben aussehen ohne Elektrizität?

Mithilfe von Fotos begeben wir uns auf eine Reise nach Laos und schließlich in unsere eigene Fantasie. Mit Collagen, Schätz- und Ratespielen nähern wir uns den Themen Energieverbrauch, Energieerzeugung und Energiegerechtigkeit. Je nach Umfang und Zielgruppe beschäftigen wir uns in Gruppenarbeit und Spielen auch mit der Frage nach den ökologischen Auswirkungen der Stromerzeugung.

Der Workshop kann idealerweise in 3-4 Schulstunden abgehalten werden. Er lässt sich auch auf einen Projekttag ausweiten – dann können in Absprache einzelne Themen weiter vertieft werden.

Eine Verkürzung auf 90 Minuten ist auch möglich. Der Workshop dient dann aber eher einem ersten Überblick oder Einstieg zu den Themen Stromverbrauch, Klimawandel, Energiegerechtigkeit

  

Die (un)endliche Geschichte vom Konsum – Was passiert, wenn die Wirtschaft wächst?

Wirtschaftswachstum, Ressourcen (-endlichkeit), Konsum und Lebensstil, ökologische und soziale Folgen, System Mensch-Umwelt, Handlungsalternativen, Reuse - Reduce - Recycle
Klassenstufen 7 – 8

Höher, schneller, weiter – alles wächst. Aber wie lange geht das gut? Was habe ich überhaupt damit zu tun? Und geht das auch anders? Die Antworten und Möglichkeiten für Veränderungen liegen vor unserer Tür.

Wir begeben uns gemeinsam in das Spannungsfeld zwischen unendlichem Konsum und endlichen Ressourcen. Mithilfe eines Visualisierungsspiels nähern wir uns zuerst den Grundbegriffen unseres wachstumsorientierten Wirtschaftssystems, um auf dieser Basis über dessen Grenzen zu diskutieren.
Anhand eines Films zeigen wir beispielhaft die verschiedenartigen Zusammenhänge zwischen Ressourcen, Mensch und Umwelt, die in der Produktionskette eines alltäglichen Produkts (Jeans) wirken. Darauf hin wird den Teilnehmenden in Form eines Think-Pair-Share Raum gegeben, um sich über konkrete Handlungsalternativen in ihrem Wirkungsbereich austauschen zu können.

Der Workshop erstreckt sich über zwei Schulstunden und kann auf Nachfrage durch Exkursionen zu Orten des Wandels in der direkten Umgebung oder ähnliche handlungsorientierte Aktionen ergänzt
und erweitert werden. Projekttag möglich.

  

Niemand flieht ohne Grund!

Flucht & Migration, Geflüchtete, Fluchtgeschichten, Fluchtgründe, globale Disparitäten
Klassenstufen 7 – 12

Warum verlassen Menschen ihre Herkunftsländer und machen sich auf den Weg nach Europa? Wie sehen ihre Lebensrealitäten in ihren Herkunftsländern aus?

Die Teilnehmer*innen bekommen einen Einblick in weltweite Fluchtbewegungen und individuelle Fluchtursachen. Durch interaktive Methoden (u.a. Verteilungsspiel) und filmische Beiträge wird grundlegendes Wissen zum Phänomen „Flucht“ vermittelt und und den Teilnehmer*innen ermöglicht, Empathie für Geflüchtete zu entwickeln.

  

CO2 im Mittagessen? – Klimabewusste Ernährung

Klimawandel, Ernährung, Lebensweganalyse von Produkten, nachhaltiger Konsum: bio, fair, saisonal, regional
Klassenstufen 8 – 13

Inwiefern hängt meine tägliche Ernährung mit dem Klimawandel zusammen? „Von der Tomatenpflanze zur Spaghetti-Soße“ schauen wir uns exemplarisch die Klimabilanz eines Produktes vom Anbau bis zum Verzehr und die dabei entstehenden Treibhausgabe an. Außerdem erstellen wir ein Ranking: Welches sind die klimafreundlichsten Lebensmittel und welche Tipps kann ich darauf für eine klimafreundliche Ernährung ableiten? Am Ende heißt es Stellung beziehen: Wie attraktiv ist für mich eine saisonale Ernährung? Was würde ich zu einem fleischfreien Tag in den Schulmensa sagen? Oder wie nachhaltig ist nun die Biobanane aus Ecuador?

  

Wird die Welt zu klein für unsere Füße? – Der ökologische Fußabdruck

Klimawandel, Ressourcen, Lebensstil, Konsum, Gerechtigkeit
Klassenstufen 5 – 13

Unser Energie- und Ressourcenverbrauch steigt. Trotz technischer Effizienzsteigerung und ressourcenschonenden Innovationen lässt unser Lebensstil im Globalen Norden den Fußabdruck, den wir auf der Erde hinterlassen, immer weiter wachsen.

Wir nehmen unsere Konsummuster unter die Lupe und fragen nach Ressourcenverbrauch und Klimagerechtigkeit. Dafür schauen wir mit einem Memory-Spiel auf die planetarischen Grenzen, führen das Modell des ökologischen Fußabdrucks ein und errechnen in einem persönlichen Test unseren eigenen. Welche Spuren hinterlasse ich auf der Erde?

Am Ende loten wir aus: Wo liegen meine persönlichen Einsparpotentiale? Welche nachhaltigen Pionierideen und Initiativen gibt es in unserer Gesellschaft – was halte ich davon und gibt es Ideen, die ich nachahmenswert finde?